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BHG: Es braucht Militär und keine Polizei!

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Wien (OTS) – Die laufende Bundesheerreform hat sich zum Ziel gesetzt, die militärischen Führungsstrukturen zu verschmelzen und eine Organisation mit Direktionen zu schaffen, wie dies bei der Polizei oder anderen zivilen Strukturen üblich geworden ist. Damit würde das Bundesheer sich zwar gut als Hilfskraft für Polizeieinsätze und Katastrophenhilfeaufgaben eignen, aber es wäre kein schlagkräftiges Militär mehr, da ihm wesentliche Führungselemente zum Zusammenwirken fehlen. „Das Ministerium hat sich grundsätzlich um den Aufbau und die Ausrüstung des Bundesheeres zu kümmern, die Führung der Streitkräfte obliegt den militärischen Kommandanten. Mit dieser Reform sollen jedoch Ministerium und Kommanden zusammengelegt werden – und das kann nicht funktionieren. Was wir jetzt brauchen ist ein schlagkräftiges Militär“, so der Präsident der Bundesheergewerkschaft, Manfred Haidinger.

Ein Beispiel könnte dies verdeutlichen: So wird in einem Großunternehmen mit über 20.000 Mitarbeitern die Firmenleitung nicht gleichzeitig auch die Leitung der Filialen übernehmen, sondern darauf bedacht sein, dass keine Überdehnungen der Führungsspannen entstehen. „Diese ganze Reform ist ein Murks, der von einem Mann ausgedacht wurde, der weder aus der unternehmerischen Wirtschaft kommt noch aus dem Militär, sondern ein Parteisoldat ist, mit dem ursprünglichen Brotberuf als Polizist. Dieser Generalsekretär Kandlhofer hat den Unterschied zwischen dem Militär und einer zivilen Hilfsorganisation nicht begriffen und verbeißt sich daher jetzt in diese sinnlose Reform, die nach seinem Abgang sofort zu korrigieren sein wird, sofern das Bundesheer als Militär agieren können soll“, so Haidinger.

Nach Ansicht der Bundesheergewerkschaft ist hier auch der Bundespräsident als Oberbefehlshaber des Bundesheeres gefordert. „Der Herr Bundespräsident möge im Hinblick auf den Erhalt der Führbarkeit einer militärischen Landesverteidigung diese Reform sofort stoppen lassen, um weiteren Schaden vom Bundesheer abzuwenden“, so der Präsident der Bundesheergewerkschaft.

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