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Bundesheer: 370 neue Unteroffiziere ausgemustert

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Wien (OTS) – Am 25. Februar 2022 fand in Enns der militärische Festakt zur Ausmusterung der Wachtmeister statt. 370 Soldaten, davon 26 Frauen, haben damit ihre 18-monatige Ausbildung abgeschlossen. Der Festakt für die Berufs- und Milizsoldaten erfolgte im Beisein von stellvertretenden Generalstabschef Generalmajor Rudolf Striedinger und Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander auf dem Sportplatz der Towarek-Schulkaserne. Nach der eineinhalbjährigen Ausbildung übernehmen die ausgemusterten Wachtmeister Verantwortung für die Truppe als Gruppenkommandanten bei Einsätzen im In- und Ausland oder um neue Rekruten des Bundesheers auszubilden.

„Die Soldatinnen und Soldaten des Unteroffizierskorps leisten im täglichen Dienstbetrieb, bei Ausbildungen, Übungen und vor allem bei den nationalen und internationalen Einsätzen des Österreichischen Bundesheeres Großartiges. Ich wünsche allen ausgemusterten Unteroffizieren viel Erfolg in der Anwendung der erlernten Fähigkeiten, Führungsstärke und viel Soldatenglück“, so Verteidigungsministerin Tanner.

„Durch die Absolvierung der Ausbildung zur Unteroffizierin und Unteroffizier an einem international anerkannten Kompetenzenzzentrum hier in Enns stehen die Absolventinnen und Absolventen für die Kompetenz des Hauses und die hohe Qualität der Ausbildung des Österreichischen Bundesheeres. Ich wünsche Ihnen für Ihre Aufgabe, junge Menschen in einem Lebensabschnitt zu begleiten und sie auszubilden, viel Erfolg und viel Soldatenglück“, so Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander.

302 Berufssoldaten und 68 Milizsoldaten musterten im heurigen Jahr als Wachtmeister aus. 98 der Berufs- und Milizsoldaten (davon drei Frauen) stammen aus Niederösterreich, 57 Teilnehmer (davon drei Frauen) kommen aus dem Bundesland Wien und 55 Soldaten, davon drei Frauen, aus der Steiermark. Gefolgt von den Bundesländern Kärnten mit 28 Teilnehmern (davon fünf Frauen), Oberösterreich mit 37 Soldaten (davon sieben Frauen) und 30 Männer und zwei Frauen aus Salzburg. Die restlichen Unteroffiziere stammen aus Tirol mit 30 Soldaten, Burgenland mit 17 Männern und drei Frauen sowie Vorarlberg mit 13 Männern.

Stellvertretend für den Lehrgang wurde der Lehrgangsbeste, Wachtmeister Philipp Eibl, befördert und mit dem traditionellen Ehren-Ring für herausragende Leistungen ausgezeichnet. Eibl rückte am 1. Oktober 2012 beim Versorgungsregiment 1 in Gratkorn ein und wurde nach seiner Grundausbildung zum Heeressportzentrum versetzt. Er ist Mitglied des Bundesheersportkaders für militärischen Fünfkampf und konnte mit Auszeichnungen in allen Gegenständen als Bester seines Jahrganges seine Ausbildung abschließen.

Als Lehrgansname wurde „Karl Urban“ von den Teilnehmern gewählt. Offiziersstellvertreter Karl Urban wurde am 29. Dezember 1894 in Graz geboren. Nach Ausbruch des Krieges meldete er sich umgehend zur Luftfahrtruppe und wurde zur Pilotenausbildung zugeteilt. An der russischen Front entwickelte er sich rasch zum besten Piloten seiner Einheit und wurde schließlich zweimal mit der Silbernen Tapferkeitsmedaille 2. Klasse, dreimal mit der Silbernen Tapferkeitsmedaille 1. Klasse und zweimal mit der Goldenen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet.

Die Heeresunteroffiziersakademie in Enns ist verantwortlich für die Aus-, Weiter- und Fortbildung der Unteroffiziere des Österreichischen Bundesheeres zu künftigen Führungskräften. Die Heeresunteroffiziersakademie hat seit 1995 mehr als 55.000 Absolventen in 60 Fachbereichen ausgebildet.

mt

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