Vana zum europäischen Equal Pay Day: “Ab heute arbeiten Frauen bis Jahresende gratis!” | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Vana zum europäischen Equal Pay Day: “Ab heute arbeiten Frauen bis Jahresende gratis!”

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Brüssel (OTS) – “Der Equal Pay Day zeigt uns, wie weit die EU von Geschlechtergerechtigkeit entfernt ist. Im EU-Durchschnitt verdienen Frauen 14,1 Prozent weniger als Männer. Ab dem heutigen Tag arbeiten Frauen in der EU bis Jahresende gratis. In Österreich ist die geschlechtsspezifische Lohnschere mit 20 Prozent sogar deutlich größer als der EU-Durchschnitt und somit auch der politische Handlungsbedarf”, erklärt Monika Vana, Delegationsleiterin der österreichischen Grünen, anlässlich des heutigen europäischen Equal Pay Days.

“Politische Lippenbekenntnisse und unverbindliche Ankündigungen von Arbeitgeber*innenseite bringen uns in puncto Gleichstellung nicht weiter. Um die geschlechtsspezifische Lohndiskriminierung in der Praxis zu bekämpfen, braucht es endlich eine starke EU-Richtlinie zur Lohntransparenz, die nicht nur Großunternehmen, sondern auch Klein-und Mittelbetriebe in die Pflicht nimmt. Arbeitgeber*innen sollen anonymisiert die Jahresverdienste ihrer Mitarbeiter*innen nach Geschlechtern aufgegliedert offenlegen und Bewerber*innen vor Stellenantritt einen Einblick in die Gehaltsstatistiken erhalten können. In allen Mitgliedstaaten muss es möglich sein, sich auf dem Rechtsweg gegen Lohndiskriminierung zu wehren und rückwirkend Ausgleichszahlungen für Ungleichbehandlung zu erhalten”, fordert Vana in Bezug auf die laufenden Verhandlung im Europaparlament zum Richtlinienvorschlag der EU-Kommission zur Lohntransparenz.

Große Ungleichheit am Arbeitsmarkt besteht auch weiterhin im Bereich Führungspositionen. Vana erklärt: „Die Women-on-Boards Richtlinie für eine Frauenquote in Aufsichtsräten muss endlich vom Rat wieder aufgenommen werden. Ebenso braucht es eine rasche Umsetzung des Work-Life-Balance Maßnahmenpakets in den Mitgliedstaaten. Frauen gehen häufiger einer Teilzeitbeschäftigung im Niedriglohnsektor nach als Männer und leisten mehr unbezahlte und unterbezahlte Sorge-und Pflegearbeit. Umso wichtiger ist es, politisch dem Gender Pension Gap und weiblicher Altersarmut gegenzusteuern und eine EU-Sozialunion mit europaweiten Mindeststandards für Löhne und Einkommen zu schaffen. Die Pandemie hat uns gezeigt, wie dringend eine Aufwertung der vorrangig von Frauen ausgeübten Pflege-und Gesundheitsberufe ist – dafür ist ein europäischer Care Deal erforderlich!”

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