Arnoldner/Mantl: Wien hinkt beim Klimaschutz den anderen Bundesländern hinterher
Wien (OTS) – „Während andere Bundesländer rund die Hälfte ihres Energieverbrauches über erneuerbare Energien abdecken, hinkt Wien mit gerade einmal zehn Prozent weit hinterher“, erklärt Bernadette Arnoldner, Stadträtin und Landesgeschäftsführerin der neuen Volkspartei Wien, im Rahmen der heutigen Aktuellen Stunde im Wiener Gemeinderat. Laut Arnoldner ist Wien noch lange nicht dort angelangt, wo die Stadt in Sachen Klimaschutz bereits sein sollte. „Es wird zum Beispiel von einem Potenzial von über vierzig Prozent für Photovoltaikanlagen zur klimafreundlichen Stromproduktion nur ein Prozent genutzt“, so Arnoldner.
Eine aktuelle Studie prophezeit Wien bis zum Jahr 2050 eine Erwärmung von etwa sieben Grad Celsius. Bernadette Arnoldner pocht in diesem Zusammenhang darauf, dass die breite Verankerung des Konzepts der ökosozialen Marktwirtschaft der einzige Weg zur Entschleunigung dieser Entwicklung ist. Dieses Zusammenspiel von Mensch, Wirtschaft und Umwelt ist seit Jahrzehnten in der DNA der Volkspartei verankert. „Dieser Ansatz und diese Denkweise sind heute wichtiger denn je, um die Wiener Wirtschaft nach der Coronapandemie mit Rücksicht auf Mensch und Umwelt wieder aufzubauen“, so Arnoldner, die auf die geplante ökosoziale Steuerreform des Bundes verweist. „Die mutigen Schritte, die die Bundesregierung hier setzt, wünschen wir uns auch in Wien.“ Die Stadträtin fordert, das klare Bekenntnis zur ökosozialen Marktwirtschaft und dem Wirken von Mensch, Umwelt und freier Marktwirtschaft in die Wiener Stadtverfassung aufzunehmen. „Mit einem Bekenntnis zu diesem Wirtschafts- und Lebensmodell könnte Wien bald zur ökosozialen Hauptstadt Europas werden.“
Auch Gemeinderat Josef Mantl kritisiert, dass der aktuelle Energiebericht der Stadt Wien nicht besonders für Beruhigung sorgt. „Während viele Städte in Europa weiterhin eifrig an den Klimaschutzmaßnahmen arbeiten, ist die Stadt Wien am chillen. Unser Ziel sollte sein, Wien zukunftsfit und klimagerecht zu gestalten, damit unsere wunderschöne Stadt auch im Juli zu ertragen ist“, so Mantl, der darauf hinweist, dass laut dem Bericht sowohl der Anteil an erneuerbarer Energie als auch der Anteil an erneuerbaren Energieträgern an der Gesamtstromerzeugung abnehmen. „Die Stadt Wien ist in Sachen erneuerbarer Energien nicht nur im Schneckentempo unterwegs, es scheint, als wäre sie es im Rückwärtsgang. Es sind gerade einmal sieben von 2.000 Gemeindebauten mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet.“
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