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„Die Wiener Zeitung muss bleiben“

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Wien (OTS) – „Auf dem ohnehin sehr kleinen und nur 14 Titel umfassenden Tageszeitungsmarkt Österreichs darf ein besonderes Medium wie die Wiener Zeitung, die für qualitativ hochwertige und ausgewogene Berichterstattung steht, nicht einfach wegfallen“, so RSF-Österreich-Präsidentin Rubina Möhring. „Es bedarf tragfähiger Konzepte, die einen Fortbestand sichern.“

„Die Wiener Zeitung ist unverzichtbar, weil sie unaufgeregt und sachlich informiert. Sie ist ein notwendiger Bestandteil der ohnedies kleinen, österreichischen Medienlandschaft“, stellt RSF-Österreich-Präsidentin Rubina Möhring klar. „Ein Aus für die Wiener Zeitung wäre medienpolitisch fahrlässig und darf nicht sein.“

Irritiert zeigt sich Möhring über eine vom „Standard“ zitierte Email des Geschäftsführers des Blattes, der darin der Belegschaft erklärt, dass „die finanziellen Rahmenbedingungen“ die Fortführung einer Tageszeitung nicht mehr möglich machen: „Damit lässt er die redaktionellen MitarbeiterInnen im Regen stehen. Von einem Geschäftsführer muss man sich mehr Kampfbereitschaft erwarten dürfen.“ Nach „Standard“-Informationen war redaktionsintern bei der Wiener Zeitung bereits von 100 geplanten Kündigungen die Rede. „Neben den Auswirkungen auf die Medienlandschaft wären auch die sozialen Folgen einer solchen Kündigungswelle fatal“, erläutert Rubina Möhring.

Die Wiener Zeitung, die als die älteste, bestehende Tageszeitung der Welt gilt, finanziert sich im Wesentlichen aus Pflichtveröffentlichungen von Unternehmen im Amtsblatt. Das Justizministerium plante – vor dem Hintergrund der Umsetzung einer EU-Richtlinie -, die Verpflichtung für große Aktiengesellschaften zu streichen, ihre Jahresabschlüsse im Amtsblatt zu veröffentlichen. Diese Streichung wurde vorerst vertagt. Das Koalitions-Abkommen von ÖVP und den Grünen sieht aber die Abschaffung der Pflichtveröffentlichungen vor. „Es bedarf tragfähiger Konzepte, die einen Fortbestand der Wiener Zeitung sichern“, fordert Möhring. „Vorstellbar wäre etwa eine öffentlich-rechtliche (Teil-)Finanzierung, wobei man Rundfunkgebühren in eine Art Haushaltsabgabe umwandelt, die auch die Wiener Zeitung einbezieht.“ Für sie ist klar: „Medienvielfalt dient der Demokratie – die Wiener Zeitung muss bleiben!“

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