SOS Mitmensch: Wer sich von radikal rechtsextremer Szene nicht distanziert, droht mit ihr zu verschmelzen
Wien (OTS) – SOS Mitmensch sieht angesichts der jüngsten Aussagen von FPÖ-Generalsekretär Schnedlitz die Gefahr einer Verschmelzung zwischen FPÖ und der radikal rechtsextremen Szene. Durch die von Schnedlitz geäußerte Weigerung, sich von rechtsextremen Randfiguren aus den Reihen der „Identitären“ zu distanzieren, katapultiere sich die FPÖ selbst an den äußersten Rand der Demokratie, so SOS Mitmensch.
„Wir haben erst kürzlich aufgedeckt, dass die FPÖ-Führung Propagandaaktivitäten für „Identitären“-Chef Sellner durch Inseratenschaltungen finanziell mitfördert. Die jetzigen Äußerungen des FPÖ-Generalsekretärs verstärken das Bild der zunehmenden Verschmelzung der FPÖ mit der radikal rechtsextremen Szene in Österreich“, so Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch.
SOS Mitmensch verweist darauf, dass die Äußerungen von Schnedlitz bei einer gemeinsamen Wanderung mit dem Chefredakteur des vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes als rechtsextrem und „mit Wurzeln im organisierten Neonazismus“ eingestuften Magazins „Info direkt“ stattgefunden haben. Das Magazin tritt laut SOS Mitmensch als Fanblatt von „Identitären“-Chef Martin Sellner auf. In der aktuellen Ausgabe des Magazins werde gleich über mehrere Seiten ein „patriotisches“ Computerspiel mit Sellner als „Widerstandskämpfer“ beworben, so SOS Mitmensch. Im gleichen Magazin schalte die FPÖ zwei bezahlte Anzeigen, darunter eine vom FPÖ-Parlamentsklub, die Ex-Innenminister Herbert Kickl zeige.
„Unter Hofer und Kickl zelebriert die FPÖ offen ihre Nähe zum organisierten radikalen Rechtsextremismus. Das ist keine Bagatelle, sondern politisch absolut untragbar“, so Pollak abschließend.
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