Deutsch zu FPÖ und Identitären: „Es ist wieder offiziell zusammen, was nie wirklich getrennt war!“
Wien (OTS/SK) – SPÖ-Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch ist von den jüngsten Äußerungen von FPÖ-Generalsekretär Schnedlitz in Sachen Identitäre nicht überrascht. „Die FPÖ hat den Schafspelz abgelegt und aufgehört, Kreide zu fressen. Damit ist wieder ganz offiziell zusammen, was nie wirklich getrennt war“, betonte Deutsch, der davor warnte, dass das gemeinsame Marschieren von FPÖ und den rechtsextremen Identitären demokratiepolitisch brandgefährlich sei. „Das jetzige FPÖ-Liebesbekenntnis zu den Identitären kann höchstens die ÖVP überrascht haben, die ja bekanntlich nichts dabei gefunden hat, mit der FPÖ eine Regierung zu bilden – und dabei geflissentlich über die engen personellen und ideologischen Verbindungen zwischen der FPÖ und den Identitären hinweggesehen hat“, so Deutsch heute, Montag, gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****
Für den SPÖ-Bundesgeschäftsführer war die von der FPÖ vollmundig angekündigte Distanzierung zu den Identitären „nie mehr als ein Lippenbekenntnis. Und wie wir jetzt sehen, wird bei der FPÖ aus einem Lippenbekenntnis sehr schnell ein Liebesbekenntnis“, so Deutsch. „Wenn FPÖ-Chef Hofer am Akademikerball ein Selfie mit einem Identitären macht, der jetzige FPÖ-General Schnedlitz die Identitären bei einer Kundgebung in Wiener Neustadt herzlich willkommen heißt, zahlreiche den Identitären nahestehende Personen von ehemaligen FPÖ-Regierungsmitgliedern beschäftigt wurden oder FPÖ-Klubobmann Kickl Anfang des Jahres eine Huldigungsfahrt zur rechtsextremen AfD unternimmt, zeigt das, dass die Abgrenzung nach rechts nur leeres Gerede war und die FPÖ stattdessen immer wieder den rechten Rand gehätschelt und unterstützt hat“, so Deutsch. (Schluss) mb/ls
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