NEOS zu Anschober: Die Regierung hat beim Schutz der Alten völlig versagt
Wien (OTS) – „Wenn 944 von insgesamt 2459 Covid-Todesopfern, also fast 40 Prozent aller Toten, aus Alters- und Pflegeheimen kommen, dann haben Bund und Länder die Alters- und Pflegeheime ganz offensichtlich nicht geschützt“, sagt NEOS-Gesundheitssprecher Gerald Loacker. „Da gibt es nichts herumzudeuteln, da helfen keine Ausreden und da hilft auch kein Abschieben von Verantwortung – hier hat die Bundesregierung ganz klar versagt. Jetzt gilt es nicht, die Zahlen in den Heimen zu ,beobachten’, jetzt gilt es, endlich zu handeln!“
Es wäre die Aufgabe des Bundeskanzlers und des Gesundheitsministers gewesen, den Ländern eine einheitliche, verpflichtende Teststrategie für diese so vulnerablen Einrichtungen vorzugeben und auch zu ermöglichen, so Loacker.
„Seit März wissen wir, dass in den Pflegeheimen eine besonders große Gefahr besteht, weil sich das Virus dort, wenn es einmal drin ist, wie ein Flächenbrand ausbreitet – Maßnahmen wurden dennoch offenbar nie entschlossen genug gesetzt. Erst jetzt werden die Pflegeheime langsam mit Antigentests ausgestattet, erst jetzt testet beispielsweise Niederösterreich das Heimpersonal ein Mal pro Woche mit Antigentests, eine wenig ambitionierte Frequenz. Die Regierung hat es verabsäumt, die Ressourcen für regelmäßiges Testen zu schaffen. Gegen das Sterben in den Pflegeheimen helfen aber keine Lockdowns, gegen das Sterben in Pflegeheimen hilft nur eine konsequente und gute Test- und Schutzstrategie. Die Regierung muss endlich dafür sorgen, dass den Heimen die Ressourcen für engmaschige Tests auch zur Verfügung stehen, bevor sie all ihre Energie und alle Kapazitäten in den Massentest steckt.“
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