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„44. Tage der deutschsprachigen Literatur“ in Klagenfurt

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Wien (OTS) – Trotz der Einschränkungen des Kulturlebens infolge der Corona-Krise finden die Tage der deutschsprachigen Literatur 2020 statt. Allerdings in einer Spezial-Ausgabe. In einer Videobotschaft haben sich die Veranstalter heute an die Öffentlichkeit gewandt und das Wettlesen um den 44. Ingeborg-Bachmann-Preis vorgestellt. ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz unterstrich in seiner Stellungnahme den Stellenwert dieses Bewerbes für den ORF: „Wegen der Corona-Krise meinten wir, dass wir den Bachmann-Preis verschieben müssten, aber gemeinsam mit dem ORF-Landesstudio Kärnten haben wir beschlossen ein Konzept auszuarbeiten, mit dem der Bachmann-Preis auch unter diesen Bedingungen als internationaler Preis durchgeführt werden kann – unter Nutzung aller digitalen Möglichkeiten, so nahe wie möglich am gewohnten Veranstaltungsverlauf.“

Im ORF-Theater in Klagenfurt, in dem sich normalerweise Hunderte BesucherInnen aufhalten, werden heuer der Moderator Christian Ankowitsch und der Justiziar der Stadt Klagenfurt Andreas Sourji sitzen. Flankiert werden sie von den Kommentatoren Julya Rabinowich und Heinz Sichrovsky, die das Geschehen kommentieren.

Der Beginn wird mit der Eröffnung am Abend des 17. Juni gemacht. ORF-Landesdirektorin Karin Bernhard: „Die Eröffnung wird am Mittwoch ab 19.00 Uhr im Internet live übertragen. Live auf 3sat geht es an den Folgetagen weiter. Lesungen und Diskussionen laufen am Donnerstag und Freitag von 10.00 bis 15.30 Uhr und am Samstag von 10.00 bis 14.30 Uhr. Die Preisverleihung startet dann am Sonntag um 11.00 Uhr. Der gesamte Bewerb wird zudem im Radio via Deutschlandfunk und auch auf unserer Homepage bachmannpreis.ORF.at gestreamt. Radio Kärnten bringt als Zusatzangebot in den Abendstunden täglich um 19.00 Uhr eine Livesendung mit Zusammenfassungen und Reaktionen zur Veranstaltung. Klagenfurt bleibt somit die Schaltzentrale der Tage der deutschsprachigen Literatur.“

Auch die traditionelle Klagenfurter Rede zur Literatur wird es am Eröffnungsabend geben. Die Bachmannpreisträgerin 2016 Sharon Dodua Otoo wird sie halten. Der Titel der Rede „Können Schwarze Blumen Malen?“.

Die 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden auch heuer von den Mitgliedern der Jury vorgeschlagen. In alphabetischer Reihenfolge sind das:

  • Laura Freudenthaler aus Österreich
  • Lydia Haider aus Österreich
  • Hanna Herbst aus Deutschland
  • Leonhard Hieronymi aus Deutschland
  • Lisa Krusche aus Deutschland
  • Meral Kureyshi aus der Schweiz
  • Egon Christian Leitner aus Österreich
  • Jörg Piringer aus Österreich
  • Jasmin Ramadan aus Deutschland
  • Katja Schönherr aus der Schweiz
  • Helga Schubert aus Deutschland
  • Carolina Schutti aus Österreich
  • Matthias Senkel aus Deutschland
  • Levin Westermann aus der Schweiz

Somit werden neun Damen und fünf Herren um den 44. Ingeborg-Bachmann-Preis antreten.

Die Jury bilden:

  • Hubert Winkels, der auch den Jury-Vorsitz innehat
  • Nora Gomringer
  • Klaus Kastberger
  • Brigitte Schwens-Harrant
  • Philipp Tingler
  • Michael Wiederstein
  • Insa Wilke

Biografische Details und Bilder zum Teilnehmerfeld und zur Jury finden Sie auf der Homepage bachmannpreis.ORF.at

Die Jury wird nach jeder Lesung live diskutieren. Ermöglicht wird das durch Kameraanlagen, die in den Arbeitszimmern der Jurorinnen und Juroren installiert werden. Die Lesungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden und werden in den Wochen vor dem Bewerb aufgezeichnet. Damit sind übertragungsfehlerfreie Vorträge garantiert. Der Regisseur der Übertragung und technische Leiter des ORF-Landesstudios Klaus Wachschütz: „Mit diesem Projekt Ingeborg-Bachmann-Preis-spezial betreten wir Neuland. Mit hohem technischem Aufwand sind wir zuversichtlich, dass wir einen Bewerb in gewohnter Qualität von Klagenfurt aus in die Welt schicken werden.“

Die Freude der Veranstalter ist groß, weil auch alle Kooperationspartner trotz Corona-Krise an Bord geblieben sind. Der Deutschlandfunk, der Kärntner Energieversorger Kelag, die BKS-Bank und das Land Kärnten betonen, dass es geradezu eine Ehrensache sei, dieses Literaturereignis in diesem schwierigen Jahr zu unterstützen. Auch 3sat unterstreicht seine Freude am Zustandekommen der Spezialausgabe der Tage der deutschsprachigen Literatur. ZDF-3sat Koordinatorin Natalie Müller-Elmau: „Der Ingeborg-Bachmann-Preis ist DAS grenzüberschreitende deutschsprachige Kulturevent und gehört naturgemäß zum Drei-Länder-Sender 3sat. Eine Woche lang steht unser Sender ganz im Zeichen der Literatur. Mehr als 16 Stunden Live-Übertragung ist weltweit einzigartig.“

Erhöhtes Augenmerk wird auch auf das Internet und die Sozialen Medien gerichtet. Auf der Homepage bachmannpreis.ORF.at gibt es nicht nur alle aktuellen Informationen zum Bewerb, auch die Jury-Diskussionen werden zusammengefasst. Rechtzeitig zum Bewerb wurde die Homepage auch einem Relaunch unterzogen und ist sozusagen brandneu für den Ingeborg-Bachmann-Preis-spezial. Details dazu finden Sie am Ende der Aussendung.

Auch heuer werden fünf Preise vergeben:
Der mit 25.000 Euro dotierte Ingeborg-Bachmann-Preis der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee, der Deutschlandfunk-Preis mit 12.500 Euro, der Kelag-Preis mit 10.000 Euro – weiters der 3sat-Preis mit 7.500 Euro und der BKS Bank-Publikumspreis mit 7.000 Euro. Mit dem BKS Bank-Publikumspreis ist auch ein Stadtschreiberstipendium in Klagenfurt verbunden.

Das Voting für den Publikumspreis läuft am 20. Juni von 15.00 bis 20.00 Uhr. Die Preisbeobachterinnen und -beobachter können dabei ihren Favoriten ihre Stimme geben. Jede E-Mail-Adresse kann nur eine Stimme abgeben, die nur mit einer kurzen Begründung (max. 400 Zeichen) gültig ist. Das Abstimmungsfenster ist auf bachmannpreis.ORF.at zu finden.

Die Stadt Klagenfurt am Wörthersee, die im Frühsommer üblicherweise von Literaturfreunden und Literaturenthusiasten gestürmt wird, kann heuer leider nicht als großer Gastgeber auftreten. Aber Klagenfurt bleibt für diese Tage im Juni Literaturhauptstadt. Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz: „Man kann es Glück im Unglück nennen, aber angesichts der Corona-Krise freut es uns sehr, dass der Bachmann-Preis auch 2020 aus Klagenfurt kommt. Ich lade Sie alle ein, die 44. Tage der deutschsprachigen Literatur heuer am Bildschirm mitzuverfolgen und dann im nächsten Jahr zum 45. Ingeborg-Bachmann-Preis wieder nach Klagenfurt zu kommen. Zum schönsten Betriebsausflug der deutschsprachigen Literaturszene.“ Und Bachmann-Preis-Koordinator Horst L. Ebner weiß auch schon, wann das der Fall sein wird: „Die 45. Tage der deutschsprachigen Literatur werden 2021 vom 16. bis 20. Juni stattfinden. Bitte vormerken!“

Der Ingeborg-Bachmann-Preis-spezial im medialen Umfeld des ORF:
3sat
Donnerstag, 18. Juni :
Lesungen und Diskussionen 10.00 bis 15.30 Uhr

Freitag, 19. Juni:
Lesungen und Diskussionen 10.00 bis 15.30 Uhr

Samstag, 20. Juni:
Lesungen und Diskussionen 10.00 bis 14.30 Uhr

Sonntag, 21. Juni:
Schlussdiskussion und Preisvergabe 11.00 bis 12.00 Uhr

Kulturradio Ö1
Im Kultursender Ö1 werden während der Tage der deutschsprachigen Literatur in den Nachrichtenjournalen Berichte über den Verlauf des Wettlesens ausgestrahlt. Auch in den Kulturjournalen wird Klagenfurt eine große Rolle spielen. Am Sonntag, dem 21. Juni gibt es ab 16.00 Uhr in „ex libris“ ein Resümee der 44. Tage der deutschsprachigen Literatur. Der Gewinnertext ist am Montag, dem 22. Juni ab 11.05 Uhr in den Ö1-„Radiogeschichten“ zu hören.

FM4
FM4 berichtet täglich vom Wettlesen um den Bachmann-Preis, aktuell und mit Zusammenfassungen: on air in der „Morningshow“ (6.00 Uhr) und in „Connected“ (Mo.-Fr. ab 15.00 Uhr, Sa.-So. ab 13.00 Uhr) und online auf fm4.ORF.at sowie auf anderen Social-Media-Kanälen von FM4.

Radio Kärnten
Tägliche Berichterstattung im laufenden Programm. Sowohl in den Nachrichtensendungen als auch im Flächenprogramm. Am Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag Sondersendungen zum Bewerb ab 19.03 Uhr.

„Kärnten heute“
Tägliche Berichterstattung in der Bundesland Sendung „Kärnten heute“.

ORF 2 – Kultur
„kulturMontag“ am 8. Juni, 22.30 Uhr, ORF 2
Das Kulturmagazin befasst sich u. a. mit den Teilnehmer/innen des diesjährigen Bachmannpreises und das neue Covid-19-bedingte Prozedere des heuer erstmals digital ausgetragenen Literaturwettbewerbs.

„kulturMontag“ am 22. Juni, 22.30 Uhr, ORF 2
Zum Abschluss der Corona-Ausgabe der 44. Tage der deutschsprachigen Literatur bringt das Kulturmagazin einen Nachbericht sowie ein Gespräch mit dem/der diesjährigen Bachmannpreisträger/in.

ORF III
„Kultur Heute“ von 17. bis 19. Juni, jeweils 19.45 Uhr
Tägliche Berichterstattung über den Bachmannpreis 2020; außerdem meldet sich „erLesen“-Moderator und Kulturjournalist Heinz Sichrovsky live aus Klagenfurt und gibt Einblicke in das laufende Geschehen.

„erLesen Spezial vom Bachmannpreis“ aus Klagenfurt am 21. Juni, 22.30 Uhr
Gemeinsam mit einer hochkarätig besetzten Schriftstellerrunde bestehend aus Julya Rabinowich, Anna Baar und Josef Winkler diskutiert Heinz Sichrovsky über das diesjährige Geschehen bei den 44. Tagen der deutschsprachigen Literatur, über die Herausforderungen der digitalen Ausgabe des Wettbewerbs und insbesondere über die literarischen Texte.

Online
Alle Livestreams, Videos und Informationen zu Autoren, Jury und Texten gibt es auf bachmannpreis.ORF.at. Die für den Bachmannpreis 2020 vollständig überarbeitete Website ist optimiert für Desktop, Smartphone und Tablet, damit man die „Tage der deutschsprachigen Literatur“ am Schreibtisch, auf dem Sofa oder unterwegs gleich gut verfolgen kann.

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Unser Hashtag lautet auch in diesem Jahr wieder: #tddl https://www.instagram.com/3sat

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