Politischer Austausch mit Takla-Häuptling John Allan French | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Politischer Austausch mit Takla-Häuptling John Allan French

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Wien (OTS) – Einen besonderen Anlass zur Vertiefung der österreichisch-kanadischen Beziehungen bereitete am Montag, den 17. Februar 2020 der erfreuliche Besuch eines Häuptlings des Takla-Tribes der First Nation – eines Stammes der Ureinwohner Kanadas in British Columbia. Chief John Allen French und seine Delegation wurden herzlich vom Dritten Nationalratspräsidenten Ing. Norbert Hofer und NAbg. Mag. Christian Ragger in Empfang genommen, nachdem Ragger zusammen mit dem ehemaligen Abgeordneten zum Nationalrat Ing. Kurt Scheuch das Treffen im Zuge dessen Europaaufenthaltes arrangiert hatte.

Freundschaftliches Kennenlernen und Neugierde standen bei diesem Treffen im Vordergrund. Unterstrichen wurde dieser kulturelle Austausch mit dem Überreichen traditioneller Geschenke und der Bekundung des beidseitigen Interesses an weiterführenden Beziehungen.

Chief John Allan French erzählte von der mühsamen Situation und den Schwierigkeiten mit denen die First Nation in Kanada konfrontiert ist, berichtete aber auch Erfreuliches: Seitdem er vor fünf Jahren gewählt worden war, um die Geschicke seines Stammes zu lenken, habe man den Kreislauf durchbrechen können, der von Alkoholabhängigkeit, Identitätsverlust durch alternativlose staatliche Schulen und Ausbeutung der Ressourcen durch die kanadische Regierung geprägt war und der noch für viele andere Stämme zur bitteren Realität gehört. Man sei bei wirtschaftlichen Unternehmungen moderner geworden und habe sich daher finanziell stark verbessert, zugleich habe man die Familienstruktur als Werteverband gesichert, um die Kultur zu erhalten.

Sein Europabesuch steht im Zeichen des Wissenstransfers; saubere Straßen, wirtschaftlicher Erfolg und die Bekämpfung sozialer Probleme beeindrucken an Europa. Diese Ziele sieht er im Reservat noch nicht erreicht. Auch aufgrund der seitens der Regierung an Dritte vergebenen Schürfrechte und Lizenzen zum Ressourcenabbau sei es kein Leichtes, mit dem Reservat Erträge zu erzielen. Norbert Hofer hält fest, dass sich auch ähnliche Probleme in Europa abzeichnen würden, wie etwa Identitätsverlust – durch die Folgen der Zuwanderung – und Drogenkriminalität. Hofer sieht einen Schlüsselmoment der Selbstbehauptung darin, wenn die First Nation ihre Energieversorgung selbst in die Hand nehmen und von Biomasseenergie profitieren könnte – die entsprechenden Rohstoffe gäbe es immerhin zu Genüge.

Gemeinsam mit Norbert Hofer und Christian Ragger wurde über Lösungen zur internationalen Unterstützung der First Nation nachgedacht. Neben Ideen hinsichtlich diverser Austauschprogramme (work experience) oder einer möglichen fonds-gesicherten Entwicklungshilfe der EU für nordamerikanische Ureinwohner erwähnte Ragger, dass man mit der österreichisch-kanadischen Freundschaftsgruppe auf die Interessen der First Nation in den Parlamenten Aufmerksamkeit erregen könnte, wodurch ihr politischer Einfluss gestärkt würde.

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