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NEOS zu Kassen-Hickhack: Ohne Risikoausgleich bleibt es eine Vier-Klassen-Medizin

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Wien (OTS) – „Dieses rot-türkise Hickhack zum Krankenversicherungsdefizit ist eine gezielte Fehlinformation der Versicherten“, sagt NEOS-Gesundheitssprecher Gerald Loacker angesichts der jüngsten Medienberichte. „Es ist ja lächerlich, wenn sich die SVS jetzt selbst auf die Schulter klopft und so tut, als hätte ihre günstigere Prognose etwas mit solider Gebarung zu tun.“

Vielmehr seien bei der Sozialversicherung der Selbstständigen im Schnitt einfach günstigere Risiken versichert. „Hier sind keine Arbeitslosen versichert, keine Mindestsicherungsbezieher, die fahren mit den Arbeitern und Angestellten in der Holzklasse ÖGK. In die SVS zahlen Versicherte ein, die sich jeden Arztbesuch drei Mal überlegen müssen, weil sie in der Zeit, die sie im Wartezimmer sitzen, in ihrem Geschäft etwas verdienen könnten“, sagt Loacker.

Die unterschiedlich guten Prognosen von ÖGK und SVS würden nur einmal mehr die Notwendigkeit untermauern, dass die Sozialversicherungsträger laufend ihre Detailprognosen offenlegen. Denn ohne Detailprognosen zu Ausgaben- und Einnahmenpositionen könne sich die Öffentlichkeit kein genaues Bild über die tatsächliche finanzielle Lage und Gebarung der Krankenversicherungen machen.

Loacker: „Und die unterschiedlichen Zahlen, mit denen rote und türkise Kassenfunktionäre Verwirrung stiften, sind erst recht ein Beleg dafür, wie dringend es den Risikostrukturausgleich unter den verschiedenen Krankenversicherungsträgern braucht. Ohne diesen Risikoausgleich bleibt es eine Vier-Klassen-Medizin.“

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