Döbling: ÖVP und FPÖ lehnen Volkshilfe-Haus ab
Wien (OTS/SPW-K) – In der heutigen Sitzung des Döblinger Bauausschusses fand das Projekt „Volkshilfe Hafen“ keine Mehrheit. ÖVP und FPÖ lehnten die Pläne ab. Erst im Juni 2019 wurde das Vorhaben durch den zuständigen Wiener Gemeinderatsausschuss genehmigt.
Thomas Mader, Bezirksvorsteher-Stellvertreter und bis heute stellvertretender Vorsitzender des Döblinger Bauausschusses (SPÖ), zog umgehend Konsequenzen und trat in letzterer Funktion zurück: „Das Abstimmungsverhalten ist absolut willkürlich. Diese unseriöse Vorgehensweise, die rein parteipolitisch und völlig unsachlich ist, möchte ich nicht mehr weiter mittragen. ÖVP und FPÖ haben hier eiskalt gegen die Menschen gestimmt, die den Volkshilfe Hafen gebraucht hätten. Sie haben aber auch gegen die Döblingerinnen und Döblinger und gegen den sozialen Zusammenhalt in Döbling gestimmt, denn das Vorhaben wäre – inmitten des leerstehenden Bahnhofs – ein starker Impuls für das Grätzl und den Bezirk gewesen“, so Mader in einer ersten Reaktion.
Das geplante Volkshilfe-Haus am Standort nahe des Nußdorfer Bahnhofes sah neben betreuten Kinder- und Jugendlichen-Wohngemeinschaften auch weitere Wohneinheiten vor, die Menschen mit sozialer Benachteiligung sehr kostengünstig zur Verfügung stehen sollten. Auch für SeniorInnen und Frauen in Notlage waren Wohneinheiten sowie zahlreiche Gemeinschaftsräume vorgesehen. Für die Döblinger Bevölkerung offen zugänglich war ein nutzbarer Veranstaltungsraum im Erdgeschoss vorgesehen.
„Das Haus wäre ein idealer Rahmen für gemeinschaftliche Veranstaltungen für die Bevölkerung, für Vereine und Initiativen im Bezirk. Es gab bereits zahlreiche Pläne für Interaktionen mit der Bevölkerung und dem Grätzl, wie zum Beispiel ein vielfältiges Freizeit- und Kulturangebot rund um das Thema ‚Active Aging‘ für unsere SeniorInnen“, so Mader.
Der Volkshilfe Hafen ist auch bautechnisch vorbildlich: Durch Bauteilaktivierung benötigt das Haus nur 40 Prozent der Energie im Vergleich zu herkömmlichen Projekten. Besonders unverständlich ist für Mader der Grund der Ablehnung: „Es wurde die Übertretung der Bauhöhe beanstandet. Diese betrug aber nur 1,53 Meter an Höhe. Ich erinnere mich noch an die Überschreitung des Krankenhaus Rudolfinerhaus von bis zu 4,90 Metern, wo ÖVP und FPÖ ebenfalls zustimmen konnten. Ich stehe für eine soziale Versorgung für alle, und nicht nur jene, die es sich leisten können“, so Mader.
Das im Bezirk abgelehnte Projekt geht nun den gerichtlichen Instanzenweg zum Wiener Verwaltungsgericht.
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