SPÖ-Finanzsprecher Krainer fordert, dass 55-Prozent-Spitzensteuersatz für Einkommensmillionäre bleiben muss
Wien (OTS/SK) – Die SPÖ drängt darauf, dass der Spitzensteuersatz für Einkommensmillionäre bei 55 Prozent bleibt. Einkommensbestandteile über einer Million Euro werden derzeit mit 55 Prozent besteuert; die Regelung ist allerdings im Gesetz mit dem Jahr 2020 befristet und würde Ende des Jahres auslaufen, wenn man das nicht korrigiert. SPÖ-Finanzsprecher Jan Krainer fordert von der Regierung, dass die Regelung bleiben muss. Dass das im türkis-grünen Regierungsprogramm nicht geplant ist, hält Krainer für einen Fehler. „Es geht um Steuergerechtigkeit. Das heißt, dass auch die Einkommensmillionäre ihren Beitrag leisten.“ ****
In Summe geht es um rund 30 Millionen Euro jährlich, die bei einer Senkung des Spitzensteuersatzes den Einkommensmillionären geschenkt werden, erläutert Krainer. Er hofft, dass ÖVP und Grüne dieses Vorhaben noch überdenken.
Dass die Unterschiede in den Einkommen immer größer werden, dokumentierte vor kurzem die Arbeiterkammer am sogenannten „Fat-Cat-Day“. Demnach haben die Spitzenmanager der ATX-Unternehmen in den ersten sieben Tagen des neuen Jahrs schon so viel verdient wie ein Arbeitnehmer mit mittlerem Einkommen. Im Jahresdurchschnitt ist das Einkommen von Topmanager 52-mal so hoch wie das Medianeinkommen bei Vollzeitarbeit. Im Jahr 2003 lag dieses Verhältnis noch bei 1 zu 20. (Schluss) ls/wf/mp
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