Drozda/Kucharowits: SPÖ-Antrag für Kollektivvertrag in Bundesmuseen
Wien (OTS/SK) – Die SPÖ macht erneut Druck für einen Kollektivvertrag für MitarbeiterInnen der Bundesmuseen. SPÖ-Kultursprecher Thomas Drozda und SPÖ-Abgeordnete Katharina Kucharowits, Mitglied im Kulturausschuss, haben heute einen Initiativantrag eingebracht, der im Bundesmuseengesetz die Kollektivvertragsfähigkeit für die Bundesmuseenkonferenz verankert. „Mit Ausnahme des Kunsthistorischen Museums gibt es keine Kollektivverträge für die Bundesmuseen. Dort werden Stundenlöhne von manchmal nur 6,50 Euro pro Stunde gezahlt, wie aktuelle Job-Ausschreibungen zeigen“, erläuterte Drozda. Und Kucharowits appelliert an die anderen Fraktionen, dem SPÖ-Antrag, der morgen auch fristgesetzt werden soll, zuzustimmen: „Dann könnten die Museumsdirektoren noch heuer einen gemeinsamen Kollektivvertrag aushandeln.“ ****
Drozda selbst hatte als Kulturminister den Bundesmuseen noch den klaren Auftrag gegeben, einen Kollektivvertrag auszuarbeiten; unter Minister Blümel sei leider auch hier nichts weitergegangen. Drozda verwies auf die erfolgreiche Arbeit der Bundesmuseen in den letzten Jahren: Die BesucherInnenzahlen konnten gesteigert, der Eigendeckungsgrad erhöht und der MitarbeiterInnenstand ausgebaut werden. Auch die Anzahl an Führungen und Veranstaltungen wurde deutlich angehoben. 2018 konnte die Zahl der BesucherInnen in den Bundesmuseen und im Museums-Teil der Nationalbibliothek um 15 Prozent erhöht werden, insgesamt 6,5 Millionen Menschen besuchten sie.
„Dieser Erfolg ist auch Ergebnis der großen Leistungsbereitschaft der Museums-MitarbeiterInnen“, betonte Kucharowits. Gleichzeitig haben sich aber deren Arbeitsbedingungen verschlechtert, u.a. durch mehr prekäre Beschäftigungsverhältnisse ohne Abend-, Sonntags- und Feiertagszuschläge, niedriger Entlohnung und einer Sieben-Tage-Woche mit Sonntag als normalem Arbeitstag. Um dieser Entwicklung entgegenzutreten, braucht es endlich einen museumsübergreifenden Kollektivvertrag.“ (Schluss) bj/ah/mp
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