NEOS: Frauentag darf keine politische Eintagsfliege sein
Wien (OTS) – Auch in diesem Jahr offenbart sich am Internationalen Frauentag, vor welchen Herausforderungen die österreichische Frauenpolitik nach wie vor steht. „Jahrzehntelange Versäumnisse können nicht an einem Tag aufgeholt werden. Die schwarz-blaue Regierung wäre aber gut beraten den Motivationsschub, der rund um den Frauentag aufkommt, mitzunehmen, um nachhaltige Maßnahmen zu setzen“, fordert NEOS-Frauensprecherin Claudia Gamon. „Es braucht die gesetzlichen Rahmenbedingungen, um Frauen ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen und nicht weiter von Partner oder Staat abhängig zu sein“, so Gamon. Der Weltfrauentag habe auch im Jahr 2019 nichts an Aktualität verloren. Kinderbetreuung, Teilzeitarbeit und Altersarmut sind in Österreich nach wie vor Frauensache.
Gleichwertige Aufteilung von Karenzzeiten gefordert
Gerade im Bereich Kinderbetreuung und Karenz sei noch einiges zu tun, zeigt Gamon auf: „Es braucht endlich einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz ab dem ersten Geburtstag des Kindes. Nur so können Frauen gleichberechtigt am Arbeitsmarkt teilnehmen“, erklärt Gamon. Zusätzlich müsse auch die Väterkarenz attraktiver gestaltet werden. „Immerhin sind Väter beim Kinderbekommen nicht ganz unbeteiligt und wollen oftmals auch mehr Verantwortung übernehmen.“ Dazu brauche es eine gleichwertige Aufteilung von Karenzzeiten auf Mütter und Väter, fordert Gamon: „Beide Partner sollen die Möglichkeit haben, sich für die für sie passende Kindergeldvariante zu entscheiden. Dazu braucht es individuelle Karenzansprüche für Väter und Mütter von bis zu 18 Monaten – inklusive Möglichkeiten zur Überlappung. Damit schaffen wir mehr Entscheidungsfreiheit, Flexibilität und begegnen der Angst vor dem Einkommensverlust. Das ist progressive Frauen- und Familienpolitik.“
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