WKNÖ weist Vorwürfe der AK strikt zurück | brandaktuell

WKNÖ weist Vorwürfe der AK strikt zurück

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St. Pölten (OTS) – „Niederösterreichs Unternehmen zahlen im Jahr rund 14,5 Milliarden Euro an Löhnen und Gehältern. Das zeigt deutlich, wie sehr unsere Unternehmen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schätzen und wie ernst sie die Verantwortung für ihre Beschäftigten nehmen – gerade auch beim Weihnachtsgeld“, hält die Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) zur heutigen Aussendung der niederösterreichischen AK fest. Den Vorwurf der AK, dass sich Unternehmen über eine Insolvenz bewusst vor Sonderzahlungen drücken würden, weist die WKNÖ strikt zurück.

„Niemand schlittert aus Jux und Tollerei in eine Insolvenz“, betont WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl. Zudem dürfe nicht vergessen werden, dass die Insolvenz auch für alle betroffenen Unternehmerinnen und Unternehmer ein großer Schicksalsschlag sei. Befremdlich stimme auch, so Zwazl, dass seitens der AK mit keinem Wort das Wesen des Insolvenzentgeltfonds (IEF) erläutert werde: „Hier handelt es sich um einen Solidaritätsfonds, der zum größten Teil aus Mitteln der Arbeitgeber gespeist wird.“

Der Anstieg der Insolvenzen gegen Jahresende ist überdies minimal und statistisch nicht wirklich signifikant. Eine mögliche Ursache könnte zudem sein, dass das Weihnachtsgeld als zusätzliche Belastung dazu führt, dass Unternehmen, die sich bereits in einer angespannten Situation befinden, dann wirklich nicht mehr weiterkönnen. Überdies ist es wichtig, die Zahlen der AK in die richtigen Relationen zu setzen: Bei rund 100.000 aktiven Unternehmen in Niederösterreich sind die von der niederösterreichischen AK für Dezember 2017 angeführten 67 Insolvenzfälle eine äußerst geringe Größe, konkret 0,067 Prozent.

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