Finale der „Universum“-Serie „Planet Earth: Das Wunder Erde“ mit smartem Tierverhalten in ungewohnten Lebensräumen – Städten | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Finale der „Universum“-Serie „Planet Earth: Das Wunder Erde“ mit smartem Tierverhalten in ungewohnten Lebensräumen – Städten

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Wien (OTS) – Hautnah mit den Rhesus-Makaken über die Dächer indischer Städte springen, im Sturzflug des Wanderfalken die Straßenfluchten von New York erleben oder mit einer Waschbärin senkrecht glatte Hausmauern hinabklettern – der sechste und letzte, von Fredi Devas gestaltete Teil (deutsche Bearbeitung: Doris Hochmayr) der neuen BBC-Erfolgsproduktion „Planet Earth“ zeigt am Dienstag, dem 25. September 2018, um 20.15 Uhr in ORF 2 smartes Tierverhalten in ungewohnten Lebensräumen – in Städten. Die Dokumentation entführt das TV-Publikum in Parallelwelten zur eigenen Lebensumgebung und erstaunt mit der Vielfalt an Wildlife in unmittelbarer urbaner Nachbarschaft.

Städte wachsen schneller als jeder andere Lebensraum der Erde. Beinahe 50 Prozent der menschlichen Bevölkerung leben weltweit bereits in urbanen Zentren. Doch auch Wildtiere zieht es vermehrt in diese laute, übervolle Welt aus Stein, Glas und Metall. Leoparden streifen durch die Straßen von Mumbai, Wanderfalken jagen zwischen New Yorks Wolkenkratzern und – geschätzte – fünf Millionen Stare führen spektakuläre Lufttänze am winterlichen Himmel Roms auf. Für die wagemutigen Anpassungskünstler stecken Megacitys voller überraschender Chancen. In einigen Städten sind die wilden Tiere sogar sehr willkommen: In Jodhpur im Nordwesten Indiens verehrt man beispielsweise die hier ansässigen Hanuman-Languren und in der äthiopischen Stadt Harar werden Nacht für Nacht Tüpfelhyänen gefüttert, damit sie böse Geister fernhalten. Eine Reise um die Welt zu den buntesten Großstadtdschungeln der Erde.

Städte sind der jüngste Lebensraum auf unserem Planeten. Sieben Tage Aktivität rund um die Uhr – ein Leben, das beschleunigte Anpassung verlangt. Das gilt für Mensch und Tier. Einige Wildtiere haben bereits seit Jahrzehnten die Vorzüge des urbanen Lebens erkannt und sind sesshaft geworden. In zahlreichen indischen Großstädten etwa genießen Languren und Rhesus-Makaken einen besonderen Status, um nicht zu sagen: Narrenfreiheit. Sie werden in der hinduistischen Religion als Ebenbild des Gottes Hanuman verehrt und daher von der Bevölkerung gefüttert und gesetzlich geschützt. Zum anderen schafft Stadtarchitektur Lebensräume, die den natürlichen mitunter ähnlich sind. Wanderfalken etwa finden in New York beste Lebensbedingungen. Die Straßenschluchten schaffen thermische Aufwinde, die zum Segeln einladen, die Wolkenkratzer sind ideale Aussichtstürme und Beute, kleinere Vogelarten, gibt es hier das ganze Jahr über. Der Wanderfalke hat hier seinen ultimativen Lebensraum gefunden, wandern ist überflüssig geworden.

Zudem sind Städte bekanntlich ein Schlaraffenland in Sachen Vielfalt und Menge an Nahrung. So ziehen Waschbären im kanadischen Toronto ihre Jungen mittlerweile lieber in den Schornsteinen der Wohnhäuser groß als im Wald. Städte bieten aber nicht nur leichteren Zugang zu Futter, sondern mitunter auch weniger Gefahren. Hier gibt es kaum aktive Jagd, weniger Giftstoffe, da keine Landwirtschaft, und mehr Reichtum an unterschiedlichen Strukturen auf engstem Raum als im natürlichen Umfeld. Tiere benötigen in Städten weniger Zeit für Futtersuche, daher bleibt mehr für die Fortpflanzung. Bereits in zweiter Generation haben sich viele Wildtiere an das Leben in der Großstadt derart gewöhnt, dass sie nicht mehr in die angestammten Naturräume zurückkehren wollen – beziehungsweise können.

Viele Tierarten können mit den raschen Veränderungen des städtischen Lebensraums allerdings nicht mithalten. Die Karettschildkröten auf Barbados etwa waren bereits sesshaft, noch bevor der Mensch seine Stadt gebaut hat. Die Millionen Großstadtlichter verwirren die frisch geschlüpften Jungtiere am Strand, die sich nach dem Schein des Mondes orientieren, sodass nur noch 20 Prozent jeder neuen Generation den Weg zum Meer finden können.

Für „Planet Earth“ haben sich mehrere internationale Kamerateams über drei Jahre hindurch auf härteste Herausforderungen eingelassen, um eine geheimnisvolle Welt aus nächster Nähe zu erfassen: Drohnen kommen ebenso zum Einsatz wie Kamerafallen, superstarke Teleobjektive und Hochgeschwindigkeitskameras. Nicht weniger als 117 Drehreisen führten die Teams durch rund 40 Länder, insgesamt absolvierten sie 2.089 Drehtage für die neue Reihe. „Universum“ begibt sich in dieser eindrucksvollen BBC-Dokumentationsreihe auf eine faszinierende Weltreise, um extreme Lebensräume und ihre Bewohner in ihrer Einzigartigkeit zu dokumentieren.

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