Kalte Progression muss fallen
Wien (OTS) – Mit der Forderung des Tiroler AK-Präsidenten Erwin Zangerl nach der sofortigen Abschaffung der kalten Progression bei der Lohnsteuer schließt sich der Kreis der Kritiker der Bundesregierung aus den eigenen Reihen. Alle Vertreter der jetzigen türkis-blauen Regierung hatten nämlich im Wahlkampf versprochen, diese unnötige Belastung für Arbeitnehmer abzuschaffen. Trotz hoher Gewinne für den Finanzminister ist davon heute aber immer noch keine Rede. „Die Einnahmen aus der Lohnsteuer sind um 6,4 Prozent gestiegen! Wo bleibt die versprochene Steuerentlastung“, fragt sich auch Fritz Pöltl, der FCG-ÖAAB-Fraktionsvorsitzende in der AK-Wien nun schon zum wiederholten Mal.
Optimale Chance
„Die derzeit kräftig sprudelnden Steuereinnahmen machen es durchaus möglich, dass die Bundesregierung die Kalte Progression, so wie versprochen, endlich auch wirklich abschafft“, meint Pöltl. Entgegen der Wahlversprechen hat die türkis-blaue Bundesregierung die Abschaffung der Kalten Progression nämlich immer wieder aufgeschoben und die hart erarbeiteten Gehaltserhöhungen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden weiter durch die Kalte Progression aufgefressen.
Unter Freunden
Der Vorarlberger AK-Präsident Hubert Hämmerle hat dies kürzlich bereits als „Verrat am Wähler“ angeprangert. Die Steuereinnahmen waren damals nur um 3,5 Prozent gestiegen. Jetzt sind es bereits 6,4 Prozent. „Nehmen Sie doch jetzt wenigstens diese einmalige Gelegenheit wahr, um die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von den zu hohen Steuern zu entlasten und damit endlich auch Ihr Wahlversprechen einzulösen!“ Mit diesen Worten fordert Fritz Pöltl seinen VP-Finanzminister zum Handeln auf.
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