Regionalwirtschaftliche Auswirkungen der geplanten Kassenfusion
Salzburg (OTS) – Forscher der Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung (GAW) haben unter der wissenschaftlichen Leitung des renommierten Ökonoms Friedrich Schneider die regionalwirtschaftlichen Effekte durch den Mittelabfluss bei einer Zusammenlegung berechnet. Leitet man von den Zahlen aus Oberösterreich Prognosen für Salzburg ab, dann könnten die Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft wesentlich größer sein als befürchtet.
Prognostizierter Mittelabfluss aus Salzburg und daraus
resultierende regionalwirtschaftliche Effekte*:
Mittelabfluss:
Beinhaltet u.a. den Abfluss von Beitragseinnahmen, Auftragsrückgänge durch zentrale Beschaffung, Verlust von Transportaufträgen, Einbußen in der Gesundheitsfestigung, …
Best-Case-Szenario: EUR 31 Mio.
Worst-Case-Szenario: EUR 69 Mio.
Rückgang Wertschöpfung:
Best-Case-Szenario: EUR 32 Mio.
Worst-Case-Szenario: EUR 70 Mio.
Andreas Huss, Obmann der Salzburger Gebietskrankenkasse (SGKK), zeigt sich besorgt: „Unsere Berechnungen der Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung in Salzburg waren ja bereits bedrohlich und haben ge-zeigt, dass mit bis zu 120 Arztstellen weniger pro Jahr zu rechnen ist. Die jetzigen Experten-Berechnungen zeigen aber nun erstmals auch auf, welche indirekten Effekte für die Regionalwirtschaft durch den Rückgang von Aufträgen im Bundesland zu erwarten sind. Es wird noch wesentlich weniger Geld in Salzburg bleiben als bereits angenommen. Dieses Monopoly auf Kosten der Region muss beendet werden.“
*) Abgeleitet von den Berechnungen für das Land OÖ von der Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung. Basierend auf dem Verhältnis der Beitragszahlen von OÖ zu Salzburg.
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