Kreativer Jugend-Aktionstag in der AK Wien
Wien (OTS) – Welche Vorstellungen haben Jugendliche von Arbeit? Was ist ihnen wichtig? Am 29. Mai veranstaltete die Arbeiterkammer Wien im Rahmen der Dialoginitiative „Wie soll Arbeit?“ einen großen Jugend-Aktionstag: Rund 300 SchülerInnen und Lehrlinge nahmen daran teil. Auf verschiedenen kreativen Wegen – etwa mit Spraydosen, im Poetry Slam, im Improvisations-Theater – skizzierten sie ihre Vorstellungen von der Zukunft der Arbeit.
Die Jugendlichen beschäftigten sich intensiv mit der Arbeitswelt und haben klare Vorstellungen davon, was sie in Zukunft brauchen und was sie nicht wollen: „Arbeit muss Spaß machen und macht selbstständig“, sagte etwa die 16-Jährige Schülerin Dajana. Themen, die von den Jugendlichen häufig erwähnt wurden, waren Fragen der Arbeitszeit, gerechte Bezahlung, ob es trotz Digitalisierung ausreichend Arbeitsplätze gibt, und der große Druck und Stress, dem sie ausgesetzt werden.
In so gut wie jedem Workshop wurde darüber hinaus die Frage der Gleichberechtigung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt als wichtiges Ziel festgehalten. „Frauen und Männer sollen gleich bezahlt werden“, betonten etwa die SchülerInnen Franziska, Jessica und Andreas und gestalteten einen Trickfilm zum Thema Gleichberechtigung.
Einem regelmäßigen 12-Stunden-Arbeitstag zeigten sie die rote Karte:
Die Jugendlichen wollen arbeiten, aber so, dass sie auch etwas von ihrer Freizeit und ihrer Familie haben.
Auch das Thema Berufsorientierung und die Entscheidung, welche Richtung die Jugendlichen einschlagen können, wurde viel thematisiert. Deutlich wurde dabei, dass die Jugendlichen Fragen des Berufs- und Bildungswegs mit einem enormen Druck und viel Unsicherheit verbinden.
Die Ergebnisse wurden anschließend an AK Direktor Christoph Klein übergeben und gemeinsam diskutiert. „Wenn wir über die Zukunft der Arbeit nachdenken, müssen wir den Dialog zu den zukünftigen ArbeitnehmerInnen suchen. Alles, was wir heute gestalten und verändern, wird ihr Leben maßgeblich prägen. Wir reden nicht über die Jugendlichen, sondern mit ihnen“, sagt AK Christoph Klein.
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