NEOS: Die Finanzierungslücke bei der Forschung bleibt
Wien (OTS) – „Ein erster Blick in die Budgetuntergliederung Wissenschaft und Forschung fördert leider ein unschönes Detail zu Tage“, kristisiert NEOS-Wissenschaftssprecherin Claudia Gamon. „Der chronisch unterfinanzierte Wissenschaftsfonds (FWF) bleibt unterfinanziert, obwohl Wissenschaftsminister Heinz Faßmann zuletzt im Forschungsausschuss noch mehr Geld versprochen hat. Das ist mehr als bedauerlich – das ist zukunftsvergessen.“
2016 hatte die letzte Bundesregierung auf Initiative von Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner eine Aufstockung des FWF-Budgets um 50 Prozent beschlossen. Dieses sollte sich im Budgetpfad von 2018 bis 2021 um 281 Millionen Euro erhöhen. Dadurch wäre das damalige Jahresbudget von 184 Millionen Euro sukzessive auf 290 Millionen Euro im Jahr 2021 angestiegen. Im jetzt vorliegenden Doppelbudget stehen für 2018 193 Millionen Euro bereit und für 2019 206 Millionen Euro.
„Entgegen jahrelanger Beteuerungen befindet es die jetzige Regierung als nicht notwendig, den FWF als zentrale Finanzierungsinstitution für die Grundlagenforschung zu stärken“, erklärt Gamon. „Die Finanzierungslücke für die österreichischen Forschenden bleibt bestehen und Österreich wird die Chance genommen, zu den Innovation Leadern aufzuschließen, die durchwegs mehr für kompetitiv vergebene Grundlagenforschungsmittel zur Verfügung stellen. Österreich droht nun, den Anschluss an führende Staaten zu verlieren und riskiert zugleich einen Brain-Drain von Forschenden.“
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