Am Weltfrauentag, dem 8. März, weist ABZ*AUSTRIA auf ein wichtiges Problem hin: Frauen sind an Orten, wo Entscheidungen getroffen werden, immer noch viel zu wenig vertreten. Das betrifft sowohl die Politik als auch die Wirtschaft. Die Organisation möchte das ändern und setzt sich unter anderem für Shared Leadership (gemeinsame Führung), eine faire Verteilung von Care-Arbeit (zum Beispiel Kinderbetreuung oder Pflege) sowie für feste Gleichstellungsregeln in Unternehmen ein. So sollen Machtstrukturen gerechter werden und echte Chancengleichheit möglich sein.
Obwohl Frauen mehr als die Hälfte der Bevölkerung ausmachen, sieht man das nicht im Parlament oder bei Bürgermeister*innen. Auch in Unternehmen sind Führungskräfte meistens Männer. Gesetze, die eine Mindestanzahl von Frauen in Aufsichtsräten vorschreiben, zeigen zwar Wirkung, aber sie reichen nicht aus. Denn alleine durch die Aufsichtsräte ändert sich nicht die gesamte Unternehmenskultur.
Manuela Vollmann, Geschäftsführerin von ABZ*AUSTRIA, sagt: „Demokratie kann nicht funktionieren, wenn Frauen dort fehlen, wo entschieden wird. Gleichstellung ist kein Frauenthema, sie ist ein Zukunftsthema für unsere gesamte Gesellschaft und Wirtschaft.“
Frauenanteil in der Politik bleibt niedrig
Im österreichischen Nationalrat sind etwa 36 % der Abgeordneten Frauen (1). Das ist noch weit entfernt von gleicher Anzahl von Frauen und Männern. Noch weniger Frauen gibt es auf kommunaler Ebene: Nur knapp 15 % der Bürgermeister*innen sind Frauen. Dadurch wird politische Macht in Österreich weiterhin hauptsächlich von Männern ausgeübt.
Gesetzliche Quoten helfen, aber Führung bleibt meistens männlich
In der Wirtschaft zeigt sich ein ähnliches Bild: Ohne klare Regeln passiert kaum etwas. In den 200 größten Firmen Österreichs sind nur etwa 14 % der Geschäftsführungspositionen von Frauen besetzt, in den Vorständen börsennotierter Unternehmen sogar nur rund 13 % (2). Dort, wo es eine Quote gibt, steigt der Frauenanteil: Fast drei Viertel der betroffenen Firmen erreichen mindestens 30 % Frauen in den Aufsichtsräten, und mehr als 40 % schaffen sogar 40 % oder mehr. Trotzdem verlangsamt sich der Fortschritt. Der Druck auf Reformen wird kleiner. Und auf der Ebene, wo die wichtigen Entscheidungen getroffen werden, sind immer noch überwiegend Männer aktiv (3).
Vollmann erklärt: „Für langfristige Veränderung braucht es gezielte, strukturell verankerte Maßnahmen, die Führung, Unternehmenskultur und Prozesse gleichermaßen adressieren. Unternehmen können Gleichstellung strategisch verankern, klare Verantwortlichkeiten definieren, transparente und faire Karrierepfade schaffen und Rahmenbedingungen etablieren, die sich an unterschiedlichen Lebensphasen orientieren.“
Das Problem liegt in Strukturen, nicht bei Frauen selbst
Eine aktuelle Studie von Deloitte zum Weltfrauentag 2026 zeigt, dass Frauen nicht an fehlender Kompetenz scheitern, sondern an systematischen Hindernissen (4). Ein großes Problem bleibt die ungleiche Verteilung von Care-Arbeit. Frauen übernehmen weiterhin den Großteil der unbezahlten Sorgearbeit, was sich negativ auf Karriere, Einkommen und Rente auswirkt. Solange Führung meist auf ständige Verfügbarkeit und durchgehende Arbeitszeiten setzt, bleiben Frauen benachteiligt, sagt Vollmann.
Wie echte Gleichstellung gelingen kann: Gemeinsame Führung und faire Care-Arbeit
ABZ*AUSTRIA setzt praktische Schritte um, die schnell helfen: Shared Leadership, also Führung, die geteilt wird, eine gerechte Verteilung der Care-Arbeit und feste Gleichstellungspläne in Unternehmen. Wenn Zuständigkeiten klar sind, Karrierewege transparent werden und Rahmenbedingungen das Leben verschiedener Menschen berücksichtigen, entstehen neue Chancen für Frauen. „Nur, wer Verantwortung teilt, gerechte Rahmenbedingungen schafft und Führung neu denkt, macht Gleichstellung möglich“, ruft Manuela Vollmann auf.
Quellen:
(1) Wie steht es um den Frauenanteil in Parlamenten? | Parlament Österreich
(2) Frauen.Management.Report.2026
(3) Frauen in Führungspositionen – LEA
(4) Deloitte Studie zum Weltfrauentag 2026 | Deloitte Österreich
Rückfragen
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E-Mail: sophie.reiter@abz-austria.at
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