So retten wir Auslandsfreiwilligendienste – Was Politiker dir nicht sagen wollen!

Die Integrations- und Familienministerin Claudia Bauer (ÖVP) hat kürzlich gesagt, dass die Anrechnung von Auslandsfreiwilligendiensten als Zivildienst abgeschafft werden könnte. Diese Idee stößt bei vielen Organisationen wie AG Globale Verantwortung, Jugend Eine Welt – WeltWegWeiser, Freiwilliges Soziales Jahr, Diakonie und Brot für die Welt auf große Kritik.
Sie sagen: „Eine solche Maßnahme wäre ein bildungs- und gesellschaftspolitischer Rückschritt – auf Kosten engagierter junger Menschen und langfristig auch auf Kosten Österreichs.“ Das bedeutet, dass diese Änderung vor allem junge Menschen und die Gesellschaft schädigen würde.

Das Thema ist kein Randbereich, sondern ein bewährtes System, das jungen Menschen hilft, Verantwortung zu übernehmen, internationale Erfahrung zu sammeln und sich gesellschaftlich zu engagieren. Dieses Modell funktioniert seit vielen Jahren sehr gut.

Vorteile für Österreich
Freiwilligendienste im Ausland sowie soziale, Umwelt-, Erinnerungs- und Friedensdienste haben eine Wirkung, die über den Einsatz hinausgeht. Sie bringen Menschen zusammen, fördern den Austausch und unterstützen den Dialog – wichtige Grundlagen für den Frieden. Das wirkt sich so auf Österreich aus:

  • Frieden durch Begegnung und Dialog: Junge Freiwillige lernen verschiedene Lebensweisen kennen, verstehen besser, warum es Konflikte und Ungleichheiten gibt, und bringen diese Erkenntnisse nach Österreich zurück. Dort tragen sie zu einer friedlicheren und verständnisvolleren Gesellschaft bei.
  • Gegenseitiges Lernen auf Augenhöhe: Es geht nicht nur darum, zu helfen, sondern sich gegenseitig Wissen und Ideen auszutauschen. Das stärkt Respekt, Mitgefühl und die Zusammenarbeit zwischen Ländern.
  • Brücken in die Gesellschaft: Menschen, die aus solchen Diensten zurückkehren, bringen neue Sichtweisen mit. Sie fördern das Miteinander, vermeiden Spaltung und unterstützen Demokratie und konstruktive Diskussionen in Österreich.

Freiwilligendienste im Ausland oder im Inland sind daher keine „netten Extras“, sondern wichtige Beiträge zu Frieden und Bildung. Sie stärken den Zusammenhalt in der Gesellschaft und helfen Österreich, ein verantwortungsvoller Teil der weltweiten Gemeinschaft zu sein.

Zukunftschancen statt Streit
Die genannten Organisationen betonen, wie wichtig diese Freiwilligendienste sind – egal ob im Freiwilligen Sozialen Jahr, als Gedenkdienst oder Auslandsfreiwilligendienst. Verschiedene Programme bieten jungen Menschen viele Lernmöglichkeiten und helfen ihnen, Verantwortung für eine friedliche und gerechte Welt zu übernehmen. Die Vision ist eine Welt, in der niemand auf Kosten anderer lebt.

Doch statt diese Vielfalt zu fördern, droht jetzt eine Einschränkung, die bewährte Strukturen schwächt. Diese Strukturen wurden über Jahre aufgebaut und sorgen dafür, dass Freiwillige sicher begleitet werden und die Programme wirkungsvoll sind – für alle Beteiligten in Österreich und anderen Ländern.

„Es geht um gegenseitigen Austausch. Das ist es, was globale Gemeinschaft bedeutet. Denn wenn man immer in den eigenen Grenzen bleibt, im Kopf oder geografisch, dann bleibt vieles andere für immer fremd.“ – Lorenz Pojer, ehemaliger Freiwilliger im Senegal

Dialog statt Kürzungen
Die Organisationen mit viel Erfahrung in der Freiwilligenarbeit laden Ministerin Claudia Bauer ein, gemeinsam zu sprechen. Ihr Ziel ist es, die Programme weiterzuentwickeln, Qualität zu sichern und jungen Menschen gute Möglichkeiten zu bieten, sich zu engagieren – zum Nutzen für ganz Österreich. Statt bewährte Strukturen abzubauen, wollen sie zusammen neue Lösungen entwickeln.

Sie sind bereit, ihr Wissen einzubringen und freuen sich auf einen offenen Austausch.

AG Globale Verantwortung: Dieser Dachverband vertritt 39 österreichische Nichtregierungsorganisationen, die in Bereichen wie internationale Entwicklung und humanitäre Hilfe arbeiten.

WeltWegWeiser: Ein Netzwerk von 17 Organisationen, die sich für gute und nachhaltige Freiwilligeneinsätze einsetzen. Es wird von Jugend Eine Welt – Don Bosco Entwicklungszusammenarbeit getragen und von der Austrian Development Agency unterstützt.

Freiwilliges Soziales Jahr: Ein Verein, der seit 1968 das freiwillige soziale Jahr in Österreich organisiert.

Diakonie und Brot für die Welt: Die Diakonie hilft Menschen in schwierigen Situationen, wie Krankheit, Flucht oder sozialer Not, und setzt sich für Inklusion und Bildung ein. Brot für die Welt ist eine entwicklungspolitische Aktion der evangelischen Kirche in Österreich und unterstützt weltweit Menschen bei der Bekämpfung von Hunger und Armut.

Kontakt für Rückfragen:
Jugend Eine Welt – Don Bosco Entwicklungszusammenarbeit – für WeltWegWeiser
Thomas Zach
Tel. +43 (0) 664 886 32 574
thomas.zach@jugendeinewelt.at

www.weltwegweiser.at

Rückfragen

Jugend Eine Welt | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Thomas Zach, MA
Telefon: +4366488632574
E-Mail: thomas.zach@jugendeinewelt.at
Website: https://www.jugendeinewelt.at

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