FPÖ – Berger/Brucker: 800.000 Euro verschwendet – für lächerliche 3,5 Grad Schieflage beim Lueger-Denkmal!

Der FPÖ-Stadtrat Stefan Berger und der Kultursprecher der Wiener FPÖ, LAbg. Lukas Brucker, sind sehr kritisch gegenüber den hohen Kosten für die Neugestaltung des Lueger-Denkmals. Die FPÖ hat durch eine Anfrage im Gemeinderat erfahren, wie teuer das Projekt wirklich ist. Die SPÖ-Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler nennt eine Summe von 776.167,45 Euro – fast 800.000 Euro aus Steuergeldern – für die geplante 3,5 Grad Neigung der Statue.

Die angegebenen Kosten teilen sich laut Kaup-Hasler wie folgt auf:

  • Wettbewerb: 136.256,71 Euro
  • Umsetzung Bauleistungen: 237.547,91 Euro
  • Restaurierung 3,5°/Vandalismus (BDA-Vorgaben): 137.549,40 Euro
  • Nebenkosten (Gutachten, Ausschreibungen, künstlerische Leistungen etc.): 246.553,34 Euro
  • Nebenkosten (Medienarbeit und Sonstiges): 18.260,09 Euro
  • Gesamt: 776.167,45 Euro

Berger und Brucker kritisieren scharf: „Während in Wien Museen wie das Schubert-Sterbehaus oder die Haydn-Wohnung geschlossen bleiben, die Hermesvilla seit Jahren auf eine notwendige Renovierung wartet, bei den Vereinigten Bühnen Wien Mitarbeiter gekündigt werden und für das traditionsreiche Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker angeblich kein Geld vorhanden ist, werden hier nahezu 800.000 Euro für eine minimale Schrägstellung eines Denkmals ausgegeben. Das ist kulturpolitisch unverantwortlich.“

Für sie stehen die 3,5 Grad Neigung als Symbol für die „tatsächliche Schieflage in der Wiener Kulturpolitik unter SPÖ-Kulturstadträtin Kaup-Hasler.“ Statt sich um den Erhalt von bestehenden kulturellen Einrichtungen und die Unterstützung von Kulturschaffenden zu kümmern, werde Geld für „ideologisch motivierte Prestigeprojekte“ ausgegeben.

Die FPÖ meint, eine einfache und sachliche Erklärung zur Geschichte des Denkmals wäre völlig ausreichend gewesen. „Eine deutlich sichtbare Zusatztafel mit historischer Kontextualisierung wäre ausreichend gewesen – und das zu einem Bruchteil der nun veranschlagten Kosten.“ Ihrer Meinung nach habe man sich stattdessen für eine teure Aktion entschieden, die kaum kulturellen Mehrwert bringt.

Abschließend verlangen die Freiheitlichen, dass alle tatsächlichen Endkosten offen gelegt werden. Außerdem fordern sie eine grundsätzliche Neuordnung bei der Kulturpolitik in Wien. „Jeder Euro Steuergeld muss mit größter Sorgfalt eingesetzt werden. Die Wienerinnen und Wiener haben ein Recht darauf, dass ihre kulturelle Infrastruktur erhalten bleibt und nicht, dass 800.000 Euro für eine 3,5-Grad-Neigung ausgegeben werden.“

Zur Information: Das Lueger-Denkmal steht seit vielen Jahren im Zentrum von Diskussionen, weil es den früheren Bürgermeister Karl Lueger zeigt, der wegen seiner antisemitischen Ansichten umstritten ist. Die geplante leichte Neigung der Statue soll ein Zeichen setzen, wird aber von vielen als Symbolpolitik gesehen.

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