St. Pölten (OTS) – „Der gestern aufgepoppte Skandal um den ORF-Niederösterreich muss Anlass genug dafür sein die Objektivitätsrichtlinien des öffentlich-rechtlichen Landesstudios einzumahnen“, sagte FPÖ-Landespartei- und Klubobmann im NÖ Landtag, Udo Landbauer. „Ich erwarte mir für den laufenden Landtagswahlkampf Ausgewogenheit, Objektivität und Fairness“, forderte Landbauer Generaldirektor Roland Weißmann auf, die Redaktionsrichtlinien des ORF auch in Niederösterreich durchzusetzen.
Das beinhalte etwa, dass auch über Medientermine, Veranstaltungen und öffentliche Auftritte anderer Parteien als der ÖVP berichtet werde, betonte Landbauer. Es könne nicht sein, dass die Niederösterreicher mit ihrer GIS-Gebühr die Propaganda der schwarzen Landeshauptfrau finanzieren müssten, forderte Landbauer die sofortige Streichung der darin inkludierten Landesabgabe. „Das wäre eine Geste der Entschuldigung Seitens der ÖVP Niederösterreich und eine kleine Entlastung der Gebührenzahler, die ohnehin unter der aktuellen Krise leiden“, sagte Landbauer.
„Niederösterreich ist nicht Nordkorea. Es besteht daher auch keinerlei Veranlassung den ORF-Landessender wie die Rundfunkanstalt in Pjöngjang zu führen“, richtete Landbauer den Vorwurf an Landeshauptfrau Mikl-Leitner das öffentlich-rechtliche Landesstudio in politische Geiselhaft zu nehmen. „Der ORF-Niederösterreich ist nicht Ihr Privatsender, auch wenn Sie das glauben, Frau Mikl-Leitner“, sagte Landbauer. „Lassen Sie die Redakteurinnen und Redakteure in Ruhe ihre Arbeit machen, ohne sie durch ÖVP-Politkommissare zu drangsalieren“, appellierte Landbauer.
„Wer Politik für die Landsleute macht, sympathisch, emphatisch und bürgernah ist, braucht keine Hofberichterstattung, keine Zensur und keine plumpe Propaganda“, richtete Landbauer der ÖVP-Landeshauptfrau aus. „Denken Sie darüber nach!“
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