Wien (OTS) – SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner (SPÖ) will auch mit rechtlichen Mitteln gegen die Kassenfusion der ÖVP-FPÖ-Regierung vorgehen. In ÖSTERREICH (Sonntagsausgabe) kritisiert sie das Gesetzespaket scharf: „Das soziale Jahrhundertprojekt Sozialversicherung wird gerade fahrlässig zerschlagen. Die Ungleichheiten zwischen Angestellten und Beamten bleiben. Es gibt Fusionskosten in Milliardenhöhe, gleichzeitig werden 500 Mio. aus dem System gezogen. Am Ende stehen Leistungskürzungen für die Patienten. Diese Verschlechterungen werden wir bekämpfen.“ Ob eine Verfassungsklage möglich sei? Rendi: „Wir werden alles tun, um diese Verschlechterungen zu verhindern. Eine Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof denken wir ganz konkret an.“
Rendi beklagt auch die „Gesprächsverweigerung der Regierung“: „Es gibt eine Dialoglosigkeit. Hier wird nicht zugehört, hier wird nicht geredet – hier wird drübergefahren.“ Was das Rauchervolksbegehren betrifft, „hatte ich einen Termin mit dem Kanzler, er wurde verschoben. Am Montag treffe ich den Vizekanzler. Es ist befremdend, wenn fast 900.000 Unterschriften für eine Volksabstimmung zur Seite geschoben werden. Es geht hier schließlich um die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen“.
Die parteiintern umstrittene Abmilderung der Statutenreform will sie beibehalten: „Die Lösung ist gut, weil es im Fall der Koalitionsabstimmungen eine bundesweit einheitliche Regelung ist. Und ja: Das legen wir am Parteitag vor.“
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