Wien (OTS) – Grete Rehor war die erste Ministerin Österreichs und wurde von der Volkspartei gestellt. „Sie ist eines der vielen Beispiele dafür, dass die Volkspartei die „Partei der ersten Frauen“ ist“, so Bettina Rausch, Präsidentin der Politischen Akademie. Als weitere Beispiele nennt sie Marga Hubinek als erste Nationalratspräsidentin, Maria Schaumayer als weltweit erste Präsidentin einer Notenbank und Waltraud Klasnic als erste Landeshauptfrau.
„Es ist Pionierinnen wie Grete Rehor zu verdanken, dass heute selbstverständlich auch Frauen Gesellschaft und Politik mitgestalten. Vor allem die Anliegen berufstätiger Frauen waren ihr wichtig. Auch heute gilt: Frauen sollen selbstbestimmt ihren Weg gehen, nach ihren eigenen Vorstellungen und Wünschen“, würdigt Frauenministerin Juliana Bogner-Strauß die erste Ministerin Österreichs.
Mit der Benennung eines der historischen Räume der Politischen Akademie als Grete Rehor Salon will Rausch „würdigen und sichtbar machen, dass Frauen die Volkspartei von Anfang an mitgestaltet und mitgeprägt haben“.
Grete Rehor war von 1966 bis 1970 Bundesministerin für soziale Verwaltung, Bundeskanzler dieser Regierung war Josef Klaus. Rehor war geprägt durch ihr Engagement in der Gewerkschaft der Textilarbeiter. Neben unzähligen Sozialgesetzen gilt als größter Erfolg ihrer Regierungstätigkeit das Arbeitsmarktförderungsgesetz mit dem erstmals eine moderne Arbeitsvermittlung geschaffen wurde. Rehor wurde 1910 geboren und ist 1987 verstorben.
Die Namensgebung des Grete Rehor Salons erfolgte im Rahmen der Matinée „Frauen in der Volkspartei“ der Politischen Akademie. Nach einem geschichtlichen Überblick durch die Grazer Historikerin Anita Ziegerhofer haben Waltraud Klasnic (erste Landeshauptfrau Österreichs), Maria Hampel-Fuchs (Weggefährtin von Grete Rehor) und Martina Tiwald (Bundesjugendvertretung) über ihre Erfahrungen erzählt.
Rausch hat diesen Anlass auch genutzt, um ihren Vorschlag einer Karenzregelung für Politikerinnen und Politiker zu präsentieren:
„Wenn wir wollen, dass junge Frauen in unseren Parlamenten vertreten sind, müssen wir Politik und Kinderwunsch vereinbar machen. Und wenn wir wollen, dass junge Väter in Väterkarenz gehen, sollten wir auch jungen Politikern diese Möglichkeit eröffnen“.
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