Die griechische Regierung plant ein weitreichendes Gesetz zum Schutz von Kindern im digitalen Raum: Ab Januar 2027 soll der Zugang zu Social-Media-Plattformen für Kinder unter 15 Jahren verboten werden. Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis verkündete die Maßnahme in einem Video auf TikTok, einer der populärsten Social-Media-Plattformen weltweit.
Hintergrund der Initiative ist der zunehmende Fokus auf Jugendschutz und die Prävention von negativen Einflüssen wie Cybermobbing, Suchtverhalten und Datenschutzverletzungen. Studien zeigen, dass frühe Social-Media-Nutzung mit psychischen Belastungen bei Jugendlichen einhergehen kann, darunter Stimmungsschwankungen und verringerte Aufmerksamkeitsspanne.
Das geplante Verbot in Griechenland orientiert sich an ähnlichen Debatten in der EU, wo Regelungen zur digitalen Sicherheit von Kindern und Jugendlichen immer mehr an Bedeutung gewinnen. Die Altersgrenze von 15 Jahren liegt dabei über der in vielen Ländern üblichen Mindestnutzung von etwa 13 Jahren, etwa festgelegt durch die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union.
Mit der Neuregelung möchte Griechenland digitale Risiken minimieren und gleichzeitig das Bewusstsein für verantwortungsvollen Umgang mit Internet und sozialen Medien schärfen. Die Umsetzung und Kontrolle des Verbots werden allerdings eine Herausforderung darstellen, da digitale Plattformen global und oft anonym zugänglich sind.
Diese politische Initiative markiert einen wichtigen Schritt in der Debatte um die Regulierung sozialer Netzwerke und den Schutz der jüngsten Nutzer generationenübergreifend.
Weiterführende Links
- https://www.reuters.com/world/europe/greece-plans-ban-social-media-users-under-15-2026-04-08/
- https://www.bbc.com/news/technology-52141358
- https://ec.europa.eu/info/law/law-topic/data-protection_en