Thaler: Erbschaftssteuer greift Leistung und Eigentum an
Die Diskussion um die Wiedereinführung der Erbschaftssteuer trifft nicht die Menschen, die viel leisten. Die Tiroler Wirtschaftsbund-Landesobfrau Barbara Thaler sagt: „Diese Steuer ist wirtschaftspolitisch der falsche Weg – sie schadet dem Standort, bestraft Leistung und trifft genau jene, die Verantwortung übernehmen.
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Thaler steht damit hinter Landeshauptmann Anton Mattle. Wer lange arbeitet, Steuern zahlt und vorsorgt, soll am Ende nicht noch einmal bezahlen müssen. „Es kann nicht sein, dass der Staat selbst im Moment der Übergabe an die nächste Generation noch zugreift. Das ist ein völlig falsches Signal
“, sagt Thaler. Besonders Familienunternehmen hätten durch eine Erbschaftssteuer große Probleme. „Hier geht es nicht um Milliardenerben, sondern um Betriebe, die über Generationen aufgebaut wurden. Eine zusätzliche Steuer gefährdet Arbeitsplätze und schwächt unseren Standort.
“ Familienbetriebe sind oft wichtige Arbeitgeber in der Region und sorgen für stabile Arbeitsplätze.
Thaler weist auch darauf hin, dass die Steuer- und Abgabenlast in Österreich schon sehr hoch ist: „Wir gehören bereits jetzt zu den Ländern mit der höchsten Abgabenquote. Wer glaubt, dass noch mehr Steuern das System gerechter machen, verkennt das eigentliche Problem.
“ Aus Sicht des Wirtschaftsbundes liegt das Problem vor allem beim Geld, das der Staat ausgibt: „Österreich hat kein Einnahmenproblem, sondern ein strukturelles Ausgabenproblem. Statt immer neue Steuern zu erfinden, braucht es endlich den Mut zu nachhaltigen Reformen.
“ Viele Experten sagen auch, dass eine bessere Ausgabenkontrolle wichtiger ist als neue Steuern.
Zum Thema Vermögensverteilung sagt Thaler: „Wenn wir mehr Fairness wollen, müssen wir Vermögensaufbau ermöglichen – nicht erschweren. Österreich hat ohnehin eine niedrige Eigentumsquote. Wer Eigentum zusätzlich belastet, verhindert genau das, was wir eigentlich stärken müssten.
“ In Österreich besitzen noch relativ wenige Menschen selbst Immobilien oder andere größere Vermögenswerte. Deshalb ist es wichtig, den Eigentumserwerb zu fördern. Außerdem betont Thaler, dass diese Debatte politisch nicht sinnvoll ist: „Eine Erbschaftssteuer ist im Regierungsübereinkommen nicht vorgesehen, und auch Bundeskanzler Christian Stocker hat sich klar dagegen ausgesprochen. Wer diese Diskussion trotzdem immer wieder lostritt, sorgt bewusst für Verunsicherung und betreibt parteipolitisches Schauspiel statt seriöser Politik.
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Zum Schluss sagt Thaler: „Die Erbschaftssteuer ist kein Beitrag zu mehr Gerechtigkeit, sondern ein Rückschritt für Leistungsbereitschaft, Unternehmertum und Generationenverantwortung. Wir stehen klar auf der Seite jener, die anpacken und etwas weitergeben wollen.
“ Die Tiroler Wirtschaft sieht es als wichtig an, dass Menschen für ihre Arbeit belohnt werden und Firmen über viele Jahre bestehen bleiben können.
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