Die rheumatoide Arthritis (RA) ist eine systemische Autoimmunerkrankung, die primär die Synovialmembranen der Gelenke befällt und zu chronischen Entzündungen führt. Nach der Diagnose stehen Betroffene und Ärzt:innen vor der Herausforderung, geeignete Therapieoptionen zu wählen, um die Krankheitsprogression zu verlangsamen und die Lebensqualität zu verbessern.
Die Diagnose basiert auf einer Kombination aus klinischer Untersuchung, Laborwerten (zum Beispiel Rheumafaktor und Anti-CCP-Antikörper) sowie bildgebenden Verfahren wie Ultraschall oder MRT, die Entzündungsprozesse und Gelenkschäden sichtbar machen.
Eine frühzeitige Therapie ist essenziell, um irreversible Gelenkschäden zu verhindern. Die medikamentöse Behandlung umfasst Basistherapeutika (DMARDs) wie Methotrexat, die das Immunsystem modulieren und Entzündungen hemmen. Biologika, die gezielt auf bestimmte Immunbotenstoffe abzielen, erweitern die Therapieoptionen bei unzureichendem Ansprechen auf klassische Medikamente.
Zusätzlich spielen physikalische Maßnahmen wie Physiotherapie und individuell angepasste Bewegung eine wichtige Rolle, um die Gelenkfunktion zu erhalten und Muskelschwund entgegenzuwirken.
Wichtig ist eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Rheumatolog:innen, Physiotherapeut:innen und den Betroffenen, um die Therapie anzupassen und den Krankheitsverlauf aktiv zu managen.
Obwohl RA eine chronische Erkrankung ist, ermöglichen moderne Therapieansätze oft eine langanhaltende Remission und eine gute Lebensqualität.
Weiterführende Links
- https://www.rheuma-liga.de/krankheit/rheumatoide-arthritis.html
- https://www.netdoktor.de/krankheiten/rheumatoide-arthritis/
- https://www.kbv.de/html/8442.php