Tag des Geflügels: Mehr Tierwohl und Gesundheit in der heimischen Branche | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Tag des Geflügels: Mehr Tierwohl und Gesundheit in der heimischen Branche

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Zum „Tag des Geflügels“ betont die Geflügelwirtschaft Österreich (GWÖ), wie wichtig Veränderung für ihren Erfolg ist. Das strenge Bundestierschutzgesetz von 2005 legte schon vor 20 Jahren den Grundstein dafür. Heute gehören in Österreich die strengsten Tierhaltungsregeln in der EU zum Standard. Immer mehr Geflügelbetriebe nehmen freiwillig an Programmen für besseres Tierwohl teil. Außerdem nutzt die Branche das moderne Datenmanagement-System des Geflügelgesundheitsdienstes QGV, um die Tiergesundheit zu verbessern. Das AMA-Gütesiegel garantiert dazu beste Qualität aus Österreich, die streng kontrolliert wird.

Qualität vor Quantität: Ein Konzept für die Zukunft

Die österreichische Geflügelbranche hat ein sehr gutes Image. Jedes Jahr wächst die Nachfrage nach heimischem Geflügelfleisch. Das bietet vor allem jungen Familien am Land sichere Jobs und Einkommen. Obwohl die Betriebe oft klein sind, schafft es die Branche mit dem Motto „Qualität vor Quantität“, den Großteil des heimischen Lebensmittelhandels mit österreichischem Geflügel zu versorgen.

Die Geflügelwirtschaft setzt auf volle Transparenz bei der Herkunft und Haltung der Tiere. Sie fordert jetzt auch die Gastronomie auf, besser zu informieren. Viele Restaurants und Kantinen sagen ihren Gästen oft nicht, woher das Fleisch kommt oder wie die Tiere gehalten wurden. Deshalb will die Branche mehr Offenheit in Gastronomie und Großküchen erreichen.

Erfolg durch ständige Verbesserung

„Gutes wird besser“ – so beschreibt die GWÖ die Flexibilität ihrer Mitgliedsbetriebe. Seit 2005 wurden beispielsweise weniger Tiere pro Stall gehalten. Auch bei früheren Problemen hat die Branche viel gelernt und ihre Standards ständig verbessert. Krisen nutzt die Geflügelwirtschaft, um das Tierwohl weiter zu erhöhen.

Ein Beispiel dafür ist ein automatisches System, mit dem man bei Kontrollen Risiken besser einschätzen kann. Außerdem machen langsam wachsende Geflügelrassen, die mehr Platz und bessere Bedingungen brauchen, inzwischen mehr als 12 % der Produktion aus. Moderne Ställe haben z. B. Außengehege, mehrere Ebenen und Beschäftigungsmaterial wie Strohballen, damit die Tiere sich artgerecht verhalten können.

Markus Lukas, Obmann der Geflügelwirtschaft Österreich, sagt: „Geht es den Tieren gut, dann freut sich der Landwirt über gute Zuwächse, die ihm letztlich wirtschaftlichen Erfolg bringen. Entscheidend ist hierbei aber auch die bewusste Wahl der Konsumentinnen und Konsumenten: Wer zu heimischem Geflügel greift, fördert direkt diese hohen österreichischen Standards. Das ist eine echte Win-win-Situation für alle Beteiligten.“

Innovationen dank Daten: Das neue QGV-Dashboard

Ein großer Erfolg ist der Geflügelgesundheitsdienst der QGV, der international bekannt ist. Die Datenbank „Poultry Health Data“ (PHD) sammelt systematisch wichtige Gesundheitsdaten, zum Beispiel auch zum Einsatz von Antibiotika. Neu ist das QGV-Dashboard: Es ist ein digitales System, mit dem Tierhalter anonym ihre Zahlen mit dem Branchendurchschnitt vergleichen können.

Prof. Dr. Michael Hess, Obmann der QGV, erklärt: „Das neue Datenrückmeldesystem ist ein Meilenstein. Es ermöglicht eine noch präzisere Steuerung der Tiergesundheit und unterstützt die Betriebe bei der kontinuierlichen Verbesserung.“

Versorgungssicherheit und Transparenz wichtiger denn je

Obwohl es in Europa starke Ausbrüche der Vogelgrippe gab, blieb Österreich dank strenger Biosicherheitsregeln weitgehend verschont. Das zeigt, wie stabil die heimische Produktion ist.

Die Branche sieht aber weiterhin viel Bedarf bei der Transparenz, vor allem in der Gastronomie und bei Großküchen.

Markus Lukas kritisiert: „Die Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung sollten bereits seit September 2023 die Herkunft von Milch, Fleisch und Eiern ausweisen. In der Praxis passiert das oft noch immer nicht.“ Er ergänzt: „Die Konsumenten haben ein Recht zu wissen, woher ihr Fleisch stammt. Nur mit klarer Kennzeichnung kann eine bewusste Entscheidung für heimische Qualität getroffen werden. Wer nichts weiß, muss alles essen.“

Zum Schluss bedankt sich die GWÖ am Tag des Geflügels ganz herzlich bei den Lebensmitteleinzelhändlern – besonders bei Partnern wie Billa – sowie bei den Konsumentinnen und Konsumenten für das Vertrauen in die hochwertige heimische Produktion.

Rückfragen

Geflügelwirtschaft Österreich
DI Michael Wurzer
Mobil: +43-664-8453023
E-Mail: wurzer@gefluegelwirtschaft.at

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