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SPÖ NÖ verlangt Rücktritt von OMV-Chef Alfred Stern

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„Wenn ein OMV-CEO, der laut öffentlich zugänglichen Vergütungsberichten mehrere Millionen Euro im Jahr verdient, meint, wer sich das Tanken nicht leisten kann, werde eben zu Fuß gehen, dann ist das an Arroganz kaum zu überbieten. So jemand ist als Vorstandsvorsitzender untragbar!“, fordert SPÖ-Landesparteivorsitzender und Kontroll-Landesrat Sven Hergovich den Rücktritt von OMV-Chef Alfred Stern.

Hergovich kritisiert damit Aussagen des OMV-Chefs, die viele Menschen als unsensibel und realitätsfern empfinden. Denn für viele Berufspendler sind Autos keine Frage von Luxus, sondern von Notwendigkeit.

„Wer jetzt mit erhobenem Zeigefinger über das Auto spricht, hat die Realität der Pendlerinnen und Pendler nicht verstanden“, erklären Hergovich und die SPÖ-Nationalräte Rudolf Silvan und Alois Schroll gemeinsam. Sie betonen, dass viele Menschen auf das Auto angewiesen sind, weil der öffentliche Verkehr oft zu langsam, unzuverlässig oder kompliziert ist.

„Wenn der Zug doppelt so lange braucht oder gar nicht fährt, dann ist das Auto keine Frage der Bequemlichkeit, sondern der Notwendigkeit“, so Hergovich, Silvan und Schroll. Aktuelle Daten der Arbeiterkammer Niederösterreich zeigen, dass viele Beschäftigte Jobs außerhalb ihres Wohnorts haben. Das liegt auch daran, dass der öffentliche Verkehr in Niederösterreich nicht ausreichend ausgebaut wird und regionale Arbeitsplätze fehlen. Dadurch steigt automatisch die Zahl der Autofahrer.

Alois Schroll bringt es auf den Punkt: „Wenn Pendlerinnen und Pendler aus dem Mostviertel nach Wien mit dem Auto gut eine Stunde brauchen, mit Öffis aber deutlich länger unterwegs sind oder mehrmals umsteigen müssen, dann entscheiden sich die Menschen aus Notwendigkeit fürs Auto.“ Der Weg zur Arbeit kann so deutlich länger und anstrengender werden, was für viele keine echte Alternative darstellt.

Zum Schluss fordert Rudolf Silvan: „Die Menschen brauchen echte Alternativen zum Auto – keine Belehrungen von oben und schon gar keine abgehobenen Aussagen von Managern, die an der Lebensrealität der Bevölkerung vorbeigehen.“ Das bedeutet vor allem, den öffentlichen Verkehr besser auszubauen und mehr Arbeitsplätze in den Regionen zu schaffen, damit weniger Menschen auf das Auto angewiesen sind.

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