Grüne Wien/Ellensohn: SPÖ-Sozialabbau trifft Helfende und Hilfsbedürftige
Am heutigen Tag der Sozialen Arbeit wird wieder klar, wie schwer die Arbeitsbedingungen für Sozialarbeiter:innen und Sozialpädagog:innen geworden sind. Immer mehr steigt der Druck auf diese Beschäftigten, weil es in vielen Einrichtungen zu wenig Personal gibt. Viele Fachkräfte geben ihr Bestes, doch sie arbeiten oft am Limit und sind gefährdet, auszubrennen. „Prekäre Beschäftigungsverhältnisse, überbordende Dokumentationspflichten, befristete Dienstverträge sowie fehlende Zeit für fachliche Reflexion beeinträchtigen nicht nur die Situation der Beschäftigten, sondern auch die Qualität und Wirksamkeit der sozialen Arbeit insgesamt“, erklärt David Ellensohn, Sozialsprecher der Grünen Wien.
Wichtig: Ein eigenes Gesetz für den Beruf
Im Gegensatz zu anderen Berufen, zum Beispiel im Gesundheitswesen, gibt es in der Sozialen Arbeit kein spezielles Berufsgesetz. Ein solches Gesetz würde klar regeln, welche Aufgaben und Pflichten Sozialarbeiter:innen haben und wie ihre Ausbildung aussehen soll. Dieses Gesetz fehlt bisher und sollte bald eingeführt werden. Das ist notwendig, damit der Beruf langfristig besser geschützt und anerkannt wird.
Ellensohn sagt auch: „Sozialarbeiter:innen sind unverzichtbare Stützen unserer Gesellschaft. Sie begleiten Kinder und Jugendliche, unterstützen Menschen in Krisensituationen und setzen sich für jene ein, die von Armut, Ausgrenzung oder Perspektivlosigkeit betroffen sind. Damit leisten sie einen entscheidenden Beitrag zu sozialer Gerechtigkeit und stärken die demokratischen Grundlagen unserer Gesellschaft.“ Die Arbeit ist also sehr wichtig für unser Zusammenleben und den sozialen Frieden.
Zurzeit gibt es in Wien viele Kürzungen im Sozialbereich. Das trifft besonders soziale Organisationen und die Sozialarbeiter:innen selbst. Zum Beispiel wurde die Mindestsicherung gesenkt und viele soziale Einrichtungen haben weniger Geld zur Verfügung. Das führt dazu, dass mehr Menschen in Not geraten, die Hilfe brauchen, während die Helfer:innen weniger Mittel haben, um diese Nachfrage zu decken.
David Ellensohn kritisiert: „Die SPÖ betreibt in Wien brutalen Sozialabbau. Das trifft alle, die Hilfe benötigen und es betrifft tausende Sozialarbeiter:innen, die helfen wollen. Der Tag der Sozialen Arbeit darf nicht nur Anlass zur Wertschätzung sein – er muss auch ein Weckruf sein. Es braucht jetzt konkrete Maßnahmen, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern, die Personalsituation zu stabilisieren und die Soziale Arbeit als unverzichtbare Profession nachhaltig abzusichern.“
Zusätzlich sollten mehr langfristige Vertragsmodelle eingeführt werden, damit Sozialarbeiter:innen nicht ständig um ihre Jobs bangen müssen. Auch weniger Bürokratie würde helfen, damit mehr Zeit für die direkte Arbeit mit den Menschen bleibt. Wenn diese Punkte verbessert werden, können Sozialarbeiter:innen ihre Arbeit besser und mit mehr Freude machen, was auch den Klienten zugutekommt.
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