Gefördertes Wohnprojekt „Rote Emma“ übergeben | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Gefördertes Wohnprojekt „Rote Emma“ übergeben

0 72

In einer großen Stadt wie Wien gibt es einen hohen Bedarf an bezahlbarem Wohnraum. Jährlich werden im geförderten Mietbereich rund 6.000 bis 7.000 neue Wohnungen gebaut. Die Stadt Wien unterstützt den sozialen Wohnbau mit verschiedenen Programmen, z. B. dem Wiener Wohnbaumodell, Bauträgerwettbewerben und dem Bau von Gemeindewohnungen. So soll sichergestellt werden, dass Menschen mit unterschiedlichem Einkommen eine gute Wohnung finden.

Ein aktuelles Beispiel ist das Projekt „Rote Emma“ im Gebiet Attemsgasse. Hier arbeiten der gemeinnützige Wohnbauträger migra und die Wohnbaugenossenschaft BWS zusammen, um bezahlbares und modernes Wohnen in Wien zu ermöglichen.

Anfang März 2026 sind 360 Wohnungen sowie Räume für elf Vereine und Initiativen bezogen worden. Insgesamt haben migra und BWS rund 90 Millionen Euro investiert, davon kamen etwa 35 Millionen Euro aus den städtischen Wohnbaufördermitteln.

Vizebürgermeisterin und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál sagt bei der offiziellen Übergabe am 17. März 2026: „Das Wiener Modell des geförderten Wohnbaus und der damit verbundenen leistbaren Mieten dient europaweit als Vorbild. Projekte wie die Rote Emma schaffen leistbaren Wohnraum und stärken gleichzeitig das soziale Miteinander im Grätzl.“ Sie betont außerdem die wichtige Rolle der vielen Initiativen vor Ort, wie dem Frauenprojekt ro*sa oder der Gebietsbetreuung Stadterneuerung, die soziale Verantwortung lebendig machen.

Ernst Nevrivy, Bezirksvorsteher von Donaustadt, ergänzt: „Die Donaustadt wächst stark, der Bedarf an leistbarem Wohnraum ist groß. Mit der Roten Emma entsteht hier in Kagran ein neues Stück Stadt, das Wohnen, soziale Angebote und Begegnung miteinander verbindet. Das stärkt die Lebensqualität im Bezirk nachhaltig.“

Die Bauträger bedanken sich besonders bei Vizebürgermeisterin Kathrin Gaál für die gute Zusammenarbeit und die Bereitstellung des Baurechts, die das Projekt erst ermöglicht hat.

Innovative Bauweise und Gemeinschaft

Das Wohnhaus „Rote Emma“ ist eines der ersten größeren Projekte in Österreich, das in Holzhybrid-Bauweise errichtet wurde. Diese Bauweise kombiniert Holz und Stahlbeton und hilft dabei, Energie zu sparen und den CO2-Ausstoß zu verringern. Die Planung übernahmen die Architekturbüros Gerner Gerner Plus und AllesWirdGut, die Firma Strabag war der Generalunternehmer.

Die Vorstände der BWSG, Architektin Kerstin Robausch-Löffelmann und Dr. Mathias Moser, erklären: „Mit der Roten Emma zeigen wir, wie innovative Bauweisen, ökologische Verantwortung und leistbarer Wohnraum erfolgreich zusammengehen können. Gleichzeitig schaffen wir Räume, die das Zusammenleben im Stadtteil aktiv fördern.“

Auch die Geschäftsführer von migra, DI Alfred Petritz und Smajo Pasalic, betonen, dass es nicht nur um Wohnraum geht, sondern um eine lebendige Nachbarschaft mit Gemeinschaftsräumen und sozialen Einrichtungen.

Im Erdgeschoss der Attemsgasse 38 befinden sich unter anderem eine Volkshochschule, ein Grätzlconcierge der Volkshilfe, ein Kindergarten, die Gebietsbetreuung Stadterneuerung, die Initiative LOK (Leben ohne Krankenhaus) und ein soziokultureller Treffpunkt. Die vier Wohngebäude wurden nach den Bewohner:innen benannt: Emmalie, Viola, Annabelle und Marabel.

Auf der Donaufelder Straße 200 gibt es mit dem Frauenwohnprojekt ro*sa ein spezielles Wohnmodell für Frauen mit 44 Wohnungen. Zusätzlich sorgt eine Spar-Filiale für die Nahversorgung vor Ort.

Nachhaltigkeit und modernes Wohnen

Das Projekt setzt auch auf Umweltfreundlichkeit: Urban Gardening, Photovoltaik auf den Dächern, thermische Bauteilaktivierung und begrünte Balkone zeigen, wie modernes Wohnen mit Natur und Energieeffizienz verbunden wird. Auf den Dächern gibt es Erholungsflächen mit Pergolen, Gemeinschaftsgärten und Solaranlagen, die Strom für die Allgemeinflächen erzeugen.

Für Fahrräder gibt es großzügige Abstellplätze, außerdem eine Tiefgarage mit 167 Parkplätzen. Als Ergänzung zur Mobilität bieten die Partner das MO.Point-System an, über das Lastenräder, E-Autos und E-Fahrräder ausgeliehen werden können – ein moderner Beitrag zur umweltfreundlichen Fortbewegung.

Die „Rote Emma“ ist nach einer roten Kartoffelsorte benannt, die früher in der Gegend angebaut wurde. Dieses Symbol zeigt die Verbindung von Tradition und Zukunft. Das Projekt ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie leistbares Wohnen, soziale Angebote und nachhaltiges Bauen zusammenwirken können – ein wichtiges neues Quartier für Kagran und ganz Wien.

Rückfragen

BWS-Gruppe
Mag. Rita Michlits, BEd
Telefon: +43154608214
E-Mail: r.michlits@bwsg.at
Website: https://www.bwsg.at

KI-BEARBEITETER OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. Originaltext www.ots.at
(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender. BWS-Gruppe

Kommentar verfassen