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Beiträge zum Papageno-Medienpreis für Suizidprävention einreichen

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Das Suizidpräventionsprogramm SUPRA, betreut von der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG), organisiert auch in diesem Jahr wieder den Papageno-Medienpreis. Dieser Preis wird vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMASGPK), der Österreichischen Gesellschaft für Suizidprävention (ÖGS), der Wiener Werkstätte für Suizidforschung, dem Verein Kriseninterventionszentrum Wien, dem Verein zur Förderung eines selbstbestimmten Umgangs mit Medien sowie dem Österreichischen Presserat verliehen. Gesundheitsministerin Korinna Schumann übergibt den Preis persönlich. Der Papageno-Medienpreis zeichnet Medienbeiträge aus, die verantwortungsvoll und sensibel über Suizid und Suizidprävention berichten.

Schumann: „Berichterstattung kann Leben retten“

„Qualitativ hochwertiger Journalismus leistet einen bedeutenden Beitrag zur öffentlichen Gesundheit. Medien, die verantwortungsvoll über Krisen und Bewältigungsstrategien berichten, können Menschen in schwierigen Lebenslagen Hoffnung geben und so suizidpräventiv wirken – das ist der Kern des sogenannten Papageno-Effekts. Gerade in einer Zeit, in der psychische Belastungen zunehmen, kommt Journalistinnen und Journalisten eine besondere Verantwortung zu: ihre Berichterstattung kann Leben retten.“ so Gesundheitsministerin Schumann. Sie betont außerdem eine Neuerung beim Papageno-Medienpreis 2026: „Mit der Erweiterung der Einreichkriterien für den Papageno-Medienpreis in diesem Jahr öffnen wir den Blick noch weiter: Beiträge, die die Überwindung psychosozialer Krisen thematisieren – auch ohne explizite Suizidalität – können ebenfalls eingereicht werden. Studien deuten darauf hin, dass das Erzählen von Bewältigungswegen und die Sichtbarmachung von Hoffnung und Hilfe-Möglichkeiten in Medien ebenfalls suizidpräventiv wirken. Diese Entwicklung spiegelt die vielfältigen Formen wider, in denen Medien einen positiven gesellschaftlichen Einfluss entfalten können.“

Seit den 1980er-Jahren sinkt die Zahl der Suizide in Österreich deutlich. Trotzdem sterben hierzulande jedes Jahr etwa 1.200 Personen durch Suizid. Das ist ungefähr dreieinhalbmal so viel wie die Todesfälle im Straßenverkehr. Experten schätzen, dass es zehn- bis dreißigmal so viele Suizidversuche gibt wie tatsächlich vollendete Suizide. Suizidprävention bleibt daher ein wichtiges Thema für die Gesellschaft und das Gesundheitssystem.

Ein wichtiger Faktor für den Rückgang der Suizidzahlen sind die sogenannten Medienrichtlinien zur Berichterstattung über Suizid. Österreich gehörte zu den ersten Ländern weltweit, die solche Richtlinien eingeführt haben. Diese Regeln helfen Journalistinnen und Journalisten, sensibel mit dem Thema umzugehen und so Nachahmungseffekte („Werther-Effekt“) zu verhindern. Stattdessen soll die Berichterstattung den Fokus auf positive Bewältigungswege legen, was den sogenannten „Papageno-Effekt“ fördert und zur Suizidprävention beiträgt.

Der Papageno-Medienpreis wird im Jahr 2026 bereits zum achten Mal vergeben. Seinen Namen hat der Preis von der Figur Papageno aus Mozarts Oper „Die Zauberflöte“. In der Oper kann Papageno seine Suizidgedanken dank Hilfe anderer überwinden. Der Preis wird immer um den Welttag der Suizidprävention am 10. September verliehen.

Nominierung und Einreichung von Beiträgen

Die Preisverleihung 2026 findet am 10. September im Presseclub Concordia statt. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Für die Teilnahme können Beiträge eingereicht werden, die zwischen dem 1. Juli 2025 und 30. Juni 2026 veröffentlicht wurden. Eingereicht werden können suizidpräventive Beiträge von den Autor:innen selbst oder auch von Dritten. Wichtig ist, dass vollständige Unterlagen an die E-Mail-Adresse papageno-medienpreis@sozialministerium.gv.at gesendet werden. Einsendeschluss ist der 1. Juli 2026.

Neu ist, dass 2026 auch Beiträge zugelassen werden, die allgemein von der Überwindung psychosozialer Krisen berichten, ohne dass Suizidalität explizit erwähnt wird. Aktuelle Studien zeigen, dass solche Geschichten ebenfalls helfen können, suizidpräventiv zu wirken, indem sie Hoffnung vermitteln und Wege aus der Krise aufzeigen.

Mehr Informationen zum Papageno-Medienpreis und zur Teilnahme finden Sie auf der offiziellen Website: www.sozialministerium.gv.at/papageno-medienpreis

Rückfragen

Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und
Konsumentenschutz (BMASGPK)
E-Mail: pressesprecher@sozialministerium.gv.at
Website: https://sozialministerium.gv.at

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