Allianz: Globaler Social Resilience Index steigt – Österreich an Spitze
Der Allianz Social Resilience Index (SRI) zeigt, wie gut 171 Länder weltweit mit sozialen, politischen und wirtschaftlichen Krisen umgehen können. Im Jahr 2025 ist der durchschnittliche Wert leicht gestiegen – zum dritten Mal in Folge – von 47,4 auf 47,9 Punkte. Das liegt vor allem daran, dass in vielen asiatischen Ländern weniger Inflation durch Importe entsteht, die Währungen stabiler sind und die staatlichen Institutionen in Asien sowie in Teilen von Zentral- und Osteuropa stärker werden. Die besten Plätze im Ranking nehmen wieder die nordischen Länder ein: Finnland (84,3 Punkte), Dänemark (83,8 Punkte) und Island (81,4 Punkte).
Gleichzeitig gibt es aber auch Unterschiede: Einige Länder verbessern ihre Institutionen, während andere an sozialem Zusammenhalt verlieren oder durch internationale Konflikte unter Druck geraten. Ein neues Risiko für soziale Stabilität könnte ein weiterer Anstieg der Energiepreise sein, ausgelöst durch den Konflikt im Nahen Osten. Besonders Europa ist davon betroffen, da es stark von Energieimporten abhängig ist – mehr als etwa die USA. Schwellenländer wie Vietnam, Thailand, Marokko, Tunesien oder Malaysia haben oft wenig finanzielle Möglichkeiten und sind stark abhängig von Energie- und Lebensmittelimporten, sodass sie besonders empfindlich auf steigende Preise reagieren.
Österreich: Stabil trotz globaler Unsicherheiten
Österreich gehört auch 2025 zu den Ländern mit der stärksten sozialen Widerstandskraft. Mit 78,7 Punkten nimmt das Land Platz 7 von 171 weltweit ein. Das ist fast gleich geblieben im Vergleich zu 2024 und zeigt, dass Österreich trotz weltweiter Unsicherheiten sehr stabil ist.
Der Allianz Bericht hebt besonders hervor, dass Österreich starke Institutionen hat. Dazu gehören effiziente staatliche Strukturen, großes Vertrauen in die Rechtssysteme und eine niedrige Korruption. Diese Faktoren sorgen für politische Stabilität und helfen, Spannungen in der Gesellschaft zu vermeiden.
Ein weiterer Vorteil sind die gut ausgebauten sozialen Sicherungssysteme: Gesundheit, Bildung, Rente sowie verschiedene Sozialleistungen helfen, Krisen wie etwa steigende Energiepreise abzufedern und sorgen dafür, dass möglichst viele Menschen am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern kann Österreich durch soziale Transfers und automatische Hilfen die Folgen von Preisschocks oft besser mildern.
Auch die wirtschaftlichen und finanziellen Grundlagen sind stabil: Die Währung ist relativ sicher, die Staatseinnahmen zuverlässig und der Staat hat genug Spielraum, um bei Krisen zu reagieren. Zwar trifft Europa insgesamt die Energiepreiskrise härter als die USA, doch Österreichs soziale Systeme wirken wie ein Schutzschild gegen größere soziale Probleme.
„Die Ergebnisse des Social Resilience Index zeigen klar, wie zentral starke Institutionen, soziale Kohäsion und verlässliche Governance für stabile Gesellschaften sind. Österreich gehört mit Platz 7 weiterhin zu den widerstandsfähigsten Ländern weltweit – ein Standortvorteil, der in Zeiten geopolitischer Unsicherheit kaum hoch genug bewertet werden kann. Gleichzeitig macht der Bericht deutlich, dass Resilienz keine Selbstverständlichkeit ist. Wir müssen gezielt in gesellschaftlichen Zusammenhalt, Bildung, Digitalisierung und die Transformation des Wirtschaftsstandorts investieren, um auch in Zukunft stabil zu bleiben“, so Daniel Matić, CEO der Allianz Österreich.
Gefahr durch die „Middle-Resilience Trap“
Der Begriff „Middle-Resilience Trap“ beschreibt eine Gruppe von Ländern, die beim Resilienz-Wert zwischen 65 und 70 Punkten feststecken. Diese Länder sind in einer Art Zwischenzustand: Sie haben nicht so wenige Ressourcen, dass sie gezwungen sind, tiefgreifende Reformen zu machen, aber auch nicht genug Stabilität, um langfristig sicher zu sein. Das führt oft zu politischer Spaltung, Stillstand bei wichtigen Reformen und sozialen Konflikten.
Dazu zählen Länder wie Tschechien, Ungarn, Italien, die USA und Japan. Obwohl diese Länder oft einen hohen Lebensstandard haben, gibt es eine wachsende Kluft zwischen wirtschaftlichem Wohlstand und der Leistungsfähigkeit ihrer Institutionen. Die Allianz-Studie zeigt, dass diese Länder zunehmend Probleme mit politischer Polarisierung, Unsicherheit bei politischen Entscheidungen und einem Vertrauensverlust in den Staat haben.
Zwischen 2020 und 2025 fanden etwa 70 % aller Streiks, Proteste und Unruhen weltweit genau in diesen Ländern statt. Das zeigt, dass die sozialen Spannungen dort groß sind und von den Institutionen nicht ausreichend abgefedert werden. Obwohl wirtschaftliche Zahlen noch gut aussehen, drohen langfristig stärkere gesellschaftliche Konflikte, weil die politische Stabilität abnimmt.
Österreich liegt deutlich über diesem Bereich und gilt weiter als sehr widerstandsfähig mit guten Perspektiven für die Zukunft.
Zur Studie
Der Allianz Social Resilience Index bewertet die Widerstandsfähigkeit von 171 Ländern anhand von zwölf wichtigen Faktoren aus den Bereichen Wirtschaft, Gesellschaft, Institutionen und externen Einflüssen. Die Studie zeigt, wie gut Länder Krisen abfedern und langfristig stabil bleiben können. Dieses Ranking wird jährlich veröffentlicht und hilft Unternehmen, Politikern und Anlegern, mögliche Risiken und Spannungen frühzeitig zu erkennen.
Den vollständigen Bericht können Sie hier herunterladen.
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