3. Kuratoriumssitzung zur Dom-Generalsanierung St. Pölten
Heute, am Freitag, fand die dritte Sitzung des Kuratoriums für die umfassende Sanierung des Doms von St. Pölten statt. Die Sitzung leitete Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Danach gab es eine Pressekonferenz, bei der Mikl-Leitner zusammen mit Diözesanbischof Alois Schwarz, Bürgermeister Matthias Stadler, dem Präsidenten des Bundesdenkmalamtes Christoph Bazil und dem Vereinsvorsitzenden Herbert Klenk über den aktuellen Stand der Renovierungsarbeiten und die nächsten Schritte bis zum Jahr 2031 berichteten.
Die Landeshauptfrau erklärte: „Der Dom St. Pölten ist nicht nur ein beeindruckendes Bauwerk, sondern das spirituelle Zentrum der Diözese und ein zentraler Ort für unsere Landeshauptstadt“. Der Dom symbolisiere auch „unsere christlichen Wurzeln und unser Selbstverständnis in Niederösterreich“. Niederösterreich sei ein Land mit christlicher Prägung, „dazu stehen wir, das ist unsere Haltung“, so Mikl-Leitner. Gerade in schwierigen Zeiten seien Kirchen, Stifte und Klöster wichtige Orte, an denen Menschen Kraft schöpfen und Gemeinschaft erleben können. Sie betonte, dass es eine gemeinsame Aufgabe sei, das kulturelle und spirituelle Erbe von früheren Generationen zu bewahren und für die Zukunft zu sichern.
Dieses Jahr rücke die Sanierung des Doms noch mehr in den Fokus, besonders weil St. Pölten 40 Jahre Landeshauptstadt feiert. Die Landeshauptfrau sagte: „Wir feiern heuer 40 Jahre Landeshauptstadt St. Pölten und der Dom ist das Herz dieser Stadt“. Deshalb werde der Dom Stück für Stück renoviert, damit er bald wieder in voller Pracht erstrahle. Der Dom sei nicht nur ein religiöser Ort, sondern ziehe auch viele Pilger und Besucher an und trage so zum Kulturtourismus in Niederösterreich bei.
Für das Bundesland Niederösterreich ist die Sanierung des Doms eines der größten Denkmalpflegeprojekte. Bis 2031 sollen in acht Bauabschnitten verschiedene Arbeiten erledigt werden, dazu gehören die Restaurierung der Außenfassaden, die Neueindeckung des Kirchendachs, die Sanierung des Kreuzgangs und die Renovierung des Innenraums. Die Gesamtkosten liegen bei etwa acht Millionen Euro, von denen das Land Niederösterreich 20 Prozent übernimmt, erklärte Mikl-Leitner. In den ersten beiden Bauphasen wurden bereits der Turm und die Westfassade am Domplatz saniert. Die Arbeiten liefen sicher und nach Plan. Für 2026 und 2027 wurde die nächste Bauphase beschlossen. Dabei wird unter anderem das Langhausdach mit rund 1.100 Quadratmetern neu eingedeckt und die Fassaden an der Nord- und Südseite renoviert, inklusive der Fenstersanierung.
Mikl-Leitner nannte die Sanierung ein wichtiges Gemeinschaftsprojekt von Land Niederösterreich, der Diözese St. Pölten, der Stadt St. Pölten, dem Bundesdenkmalamt und dem Spendenverein. Diese breite Zusammenarbeit zeige die große Bedeutung des Doms für die Region.
Bischof Alois Schwarz äußerte: „große Freude, dass dieses so denkwürdige Bauwerk auch mit Blick auf die Zukunft erhalten werden kann“. Gleichzeitig betonte er, wie wichtig es sei, den Dom zu renovieren, „um den Gläubigen einen renovierten Ort zurückzugeben, an dem Einkehr ohne Klagen möglich ist“.
Bürgermeister Matthias Stadler sagte: „Der Dom und auch der Domplatz mit seiner reichen Geschichte und Entwicklung war schon immer der Mittelpunkt unserer Stadt und das wollen wir den Menschen näherbringen“. Dies werde mit vielen Veranstaltungen und Aktivitäten unterstützt, vor allem im Rahmen der Feierlichkeiten zu „40 Jahre Landeshauptstadt“.
Christoph Bazil, Präsident des Bundesdenkmalamtes, betonte: „Ein Drittel unserer Baudenkmale steht im Eigentum der Kirche, damit ist die Kirche der größte Denkmalpfleger des Landes“. Er hob hervor, dass die kirchlichen Denkmale nicht nur wichtige Kunst- und Kulturerbe seien, sondern für alle Menschen offen zugänglich sind.
Herbert Klenk, Vorsitzender des Fördervereins, erklärte, dass man in den nächsten acht Jahren acht Millionen Euro für die Sanierung sammeln möchte. Dabei bekomme man viel Unterstützung von Land, Stadt und Bund. „Den Rest in Höhe von fünf Millionen müssen wir als Diözese St. Pölten, als Dompfarre und als Spendenverein aufbringen“, sagte Klenk. Verschiedene Veranstaltungen im Jahresverlauf sollen dabei helfen. Für die Bauetappe 2026/2027 müssen 1,5 Millionen Euro gesammelt werden. So sind zum Beispiel im Herbst dieses Jahres ein Fundraising-Dinner im Dom und für 2027 ein großes Konzert im Festspielhaus geplant.
Zusätzlich zu den genannten Arbeiten wird bei der Sanierung auch großer Wert auf nachhaltige Materialien und moderne Techniken gelegt, um den Dom für die nächsten Jahrzehnte bestmöglich zu erhalten.
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