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Sima: Wiens Bahnhofsvorplätze werden klimafit statt Asphalt

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Bahnhofsvorplätze sind oft trostlose graue Flächen, doch Wien macht daraus grüne Wohlfühloasen! Diese Plätze sind wichtige Eingänge zur Stadt, an denen Besucher*innen ihre ersten Eindrücke sammeln und die Wiener*innen sowie Pendler*innen täglich unterwegs sind.

Viele Bahnhofsvorplätze waren bisher heiße Asphaltwüsten und wenig einladend. Das ändert sich gerade: In Zusammenarbeit mit der ÖBB läuft seit einiger Zeit die große Aktion „Raus aus dem Asphalt“. Dabei werden graue Flächen entsiegelt, neue Bäume gepflanzt und mehr Grünflächen geschaffen.

So wurde etwa der Praterstern umgestaltet: Die grüne Fläche wurde auf 8.000 m² verdoppelt und es gibt jetzt 101 Bäume statt weniger zuvor. Auch der Julius-Tandler-Platz beim Franz-Josefs-Bahnhof zeigt sich seit Ende 2025 mit einer hundertfach größeren Grünfläche sehr viel grüner und angenehmer. Der Maria Restituta Platz bei der S-Bahn-Station Handelskai wird gerade umgestaltet und wird bald mit Bäumen, Wasserspielen und Sitzgelegenheiten aufwarten.

Es gibt auch viele weitere Projekte: Am Hauptbahnhof beginnt heuer der erste Umbauabschnitt, der Vorplatz wird grüner und kühler. In Floridsdorf wurde gerade eine Bürger*innenbeteiligung für den Franz-Jonas-Platz abgeschlossen und die Planungen beginnen. Und in der Donaustadt entsteht rund um die U2-Station Aspern Nord ein neuer großer öffentlicher Verkehrsknoten: Der Nelson-Mandela-Platz wird ab Sommer mit viel Grün und Bäumen eine klimafitte Eingangstür zur Seestadt Aspern sein.

Planungsstadträtin Ulli Sima erklärt: „Mit unserer „Raus aus dem Asphalt“-Offensive haben wir in den letzten Jahren bereits mehr als 340 Projekte in ganz Wien umgesetzt. Dabei wurden allein im Straßenraum und auf Plätzen rund 3.300 Bäume gepflanzt und zigtausende Quadratmeter entsiegelt. Gerade bei den Bahnhofsvorplätzen – wie am Praterstern oder beim Franz Josefs Bahnhof haben wir bereits sicht- und fühlbare Schritte zur Entsiegelung, Begrünung, Kühlung und genereller Aufwertung gesetzt.“

„Wir gestalten aus oft sehr tristen, stark versiegelten Plätzen attraktive und sichere Orte, an denen man sich gern aufhält“, so Sima weiter. „Viele Projekte sind in Arbeit – besonders attraktiv wird auch der neue Öffi-Knotenpunkt in Aspern Nord mit 75 neuen Bäumen.“

Auch ÖBB-Infrastruktur Vorständin Silvia Angelo betont die Bedeutung der Zusammenarbeit: „Bahnhöfe sind für uns mehr als nur Orte, an denen Züge halten. Sie sind Orte der Begegnung, oft der erste Eindruck, den man von einer Stadt oder vom Bahnfahren bekommt. Deshalb legen wir großen Wert darauf, diese Räume über das reine Umsteigen hinaus aufzuwerten. Indem wir die Vorplätze modern und ansprechend gestalten, verbessern wir nicht nur den Komfort für unsere Fahrgäste spürbar, sondern tragen auch aktiv zu einer grüneren Stadt bei.“

Praterstern – Vorreiter für mehr Grün

Der Praterstern war der erste große Bahnhofsvorplatz, der umgestaltet wurde. An diesem wichtigen Verkehrsknoten wurde ein Alkoholverbot eingeführt, um die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Die Fläche wurde begrünt, die Zahl der Bäume von ursprünglich weniger auf 101 erhöht, inklusive 13 besonders große Platanen. Sie bieten sofort viel Schatten. Durch das „Schwammstadt-Prinzip“ sind die Baumwurzeln auch unter dem Asphalt verbunden, damit die Bäume genug Platz zum Wachsen haben.

Die Grünfläche wurde verdoppelt, auf 8.000 m², dazu gibt es das größte Wasserspiel Wiens für Abkühlung. Ein breiter grüner Ring (2,5 Meter breit, 1.400 m²) umsäumt den Platz und verbessert das Mikroklima. Die Beleuchtung wurde heller und sicherer gestaltet, neue Sitzplätze (190 Stück) und 340 Fahrradständer laden zum Verweilen und umweltfreundlichen Pendeln ein.

Franz-Josefs-Bahnhof – Julius-Tandler-Platz wird zur Wohlfühloase

Der Julius-Tandler-Platz vor dem Franz-Josefs-Bahnhof wurde im letzten Jahr komplett umgestaltet. Aus der ehemals grauen Asphaltfläche wurde eine grüne Oase mit Beeten, Wasserfontänen und vielen neuen Bäumen. Die Grasflächen vergrößerten sich auf über 2.100 m² – das ist eine Verhundertfachung! 46 neue Bäume wurden gepflanzt, darunter viele großkronige XL-Bäume.

Der Platz ist jetzt auch mit Sitzmöglichkeiten, Trinkbrunnen und modernen Wegen deutlich attraktiver. Parallel wurde auch eine sichere Radroute durch den Alsergrund ausgebaut, die vom Donaukanal bis zum Gürtel führt.

Hauptbahnhof – Klimafreundlich und grün

Am Hauptbahnhof, einem der wichtigsten Bahnhöfe Österreichs mit über 1.000 Zügen täglich, startet noch heuer die erste Bauphase für die Vorplatzgestaltung. Große Flächen werden entsiegelt und mit Bäumen, Stauden und Gräsern neu begrünt, kombiniert mit kühlenden Nebelduschen. Es sind etwa 35 neue Bäume geplant, die Schatten spenden und das Stadtklima verbessern.

Zuerst wird die Rückseite umgestaltet, im nächsten Jahr folgt der Haupteingang. Dabei werden auch die Radwege rund um den Bahnhof verbessert.

Handelskai – Maria Restituta-Platz wird grün und lebendig

Der Maria Restituta-Platz bei der S-Bahn-Handelskai im 20. Bezirk bekommt ebenfalls ein neues, grünes Gesicht. Auf über 6.000 m² wird entsiegelt und begrünt. 13 neue Bäume, ein Wasserspiel, bequeme Sitzgelegenheiten sowie helle, wasserdurchlässige Pflasterung schaffen eine angenehme Atmosphäre. Außerdem gibt es zwei Trinkbrunnen und Pergolen mit Nebel zur Abkühlung.

Die Marktflächen unter der Brücke bleiben erhalten, bekommen aber moderne Stromanschlüsse für Stände, sodass der Platz weiterhin ein lebendiger Treffpunkt für Märkte bleibt.

Floridsdorf – Franz-Jonas-Platz im Wandel

Der Franz-Jonas-Platz bei der Station Floridsdorf, dem fünftgrößten Bahnhof Österreichs, soll in Zukunft viel grüner und einladender werden. Hier halten U-Bahn, Straßenbahn und Busse, mit vielen Pendler*innen.

Ein Alkoholverbot wurde bereits eingeführt, und bei einer Bürger*innenbeteiligung im letzten Jahr gab es über 2.000 Rückmeldungen. Dabei wünschten sich die Menschen mehr Grün, bessere Orientierung, mehr Sicherheit und angenehmere Aufenthaltsqualität mit Bäumen und Wasser.

Aktuell wird ein Gesamtkonzept erarbeitet, das auch barrierefreie Wege, bessere Beleuchtung und neue Radwege umfasst.

Aspern Nord – Neuer grüner Öffi-Knotenpunkt

Die Seestadt Aspern im Nordosten Wiens wächst schnell: Über 25.000 Menschen wohnen dort, weitere 20.000 arbeiten. Deshalb wurde der öffentliche Verkehr stark ausgebaut, zum Beispiel mit der U2, Straßenbahn 27 und mehreren Buslinien sowie der Schnellbahn S80.

Der Bahnhof Aspern Nord ist ein wichtiger neuer Verkehrsknoten, der auch internationale Verbindungen anbietet, etwa nach Bratislava mit dem REX-Zug in ca. 40 Minuten.

Der Nelson-Mandela-Platz rund um die Station wird ab Sommer ein grüner, klimafitter Platz mit über 10.000 m² Grünfläche und 75 Bäumen. Ein Brunnen und viele Sitzplätze laden zum Verweilen ein.

Ulli Sima sagt: „Der Nelson-Mandela-Platz wird damit auch zum begrünten Entree in die Seestadt Aspern und ein Vorzeigeplatz für die Öffi-Knotenpunkte in unserer Stadt.“

Wien 3420 Vorstand Robert Grüneis ergänzt: „Wie im gesamten Norden der Seestadt wird auch der Nelson-Mandela-Platz nach dem Schwammstadtprinzip umgesetzt. Wenn in einigen Jahren die letzten Grätzel im Norden der Seestadt gebaut werden und der Platz sein endgültiges Gesicht erhält, soll der Baumbestand schon so gut angewachsen sein, dass der Platz trotz seiner vielen Nutzungen und Verkehrsachsen erfrischende grüne Schatteninseln bereit hält.“

Mehr Fotos und Infos finden Sie hier: https://presse.wien.gv.at/

Rückfragen

Mediensprecherin Stadträtin Ulli Sima
Ava Farajpoory
Telefon: 0676/811881356
E-Mail: ava.farajpoory@wien.gv.at

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