ORF-Stiftungsrat beauftragt Ingrid Thurnher mit ORF-Geschäftsführung | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

ORF-Stiftungsrat beauftragt Ingrid Thurnher mit ORF-Geschäftsführung

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Am Donnerstag, dem 12. März 2026, hat der ORF-Stiftungsrat unter Leitung von Heinz Lederer entschieden, dass Ingrid Thurnher vorübergehend die Leitung des ORF übernimmt. Sie folgt damit Roland Weißmann, der als ORF-Generaldirektor zurückgetreten ist. Ingrid Thurnher ist bislang Radiodirektorin beim ORF. Nun startet ein zweistufiges Bewerbungsverfahren: Zuerst wird die aktuelle Führungsposition bis Ende des Jahres ausgeschrieben, danach folgt die offizielle Ausschreibung für die neue Geschäftsführungsperiode ab dem 1. Januar 2027. Außerdem hat der Stiftungsrat mit großer Mehrheit Änderungen an seiner Geschäftsordnung beschlossen, um die Arbeit effizienter zu gestalten.

Ingrid Thurnher sagte dazu: „Ich bedanke mich beim Stiftungsrat für das mir entgegengebrachte Vertrauen. Jetzt gilt es, rasch Verantwortung zu übernehmen und sicherzustellen, dass der ORF weiterhin das tut, wofür es ihn gibt, was er am besten kann – und was er auch in diesen vergangenen Tagen erneut bewiesen hat: Programm für unser Publikum zu machen. Gemeinsam mit dem Geschäftsführungsteam sowie den hervorragenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dieses Hauses werden wir den ORF mit Professionalität und Besonnenheit durch diese schwierige Phase führen. Eines ist mir dabei besonders wichtig: Transparenz und Konsequenz. Unser gemeinsames Ziel bleibt klar: Vertrauen zu sichern und jeden Tag aufs Neue zu zeigen, welchen Wert der ORF für die Menschen in Österreich hat.“

Heinz Lederer, Vorsitzender des Stiftungsrates, ergänzte, dass es in dieser schwierigen Situation wichtig war, schnell eine gute Lösung zu finden, damit der ORF ohne Verzögerung weiterarbeiten kann. Er lobte Ingrid Thurnher als eine der bekanntesten Journalistinnen Österreichs und hob hervor, dass sie durch ihre Erfahrung als Radiodirektorin alle wichtigen Bereiche des ORF gut kennt. Er wünschte ihr viel Erfolg.

Auch Gregor Schütze, stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrates, sprach Lob aus: „Ingrid Thurnher steht für journalistische Qualität, Erfahrung und ein tiefes Verständnis für den öffentlich-rechtlichen Auftrag des ORF. Gerade in dieser schwierigen Phase wird sie den ORF mit Professionalität, klarer Orientierung und großer Kompetenz führen. Ich bedanke mich bei Ingrid Thurnher, dass sie für diese Aufgabe zur Verfügung steht und gratuliere ihr sehr herzlich!“

Kurzbiografie Ingrid Thurnher

Ingrid Thurnher arbeitet seit 1985 beim ORF. Zu Beginn war sie als Redakteurin im Landesstudio Niederösterreich tätig und moderierte verschiedene Sendungen wie „Land und Leute“, „Österreich-Bild“ und „Niederösterreich heute“. Von 1991 bis 1994 arbeitete sie als Redakteurin für Radio-Innenpolitik und moderierte die Ö1-Journale. Anschließend präsentierte sie von 1995 bis 2007 die Nachrichtensendung „ZIB 2“. Danach war sie auch Teil des Teams der Hauptnachrichtensendung „Zeit im Bild“ und präsentierte weitere Sendungen wie „IM ZENTRUM“ und den „Runden Tisch“. Besonders bekannt ist sie für die Leitung von TV-Konfrontationen bei wichtigen Wahlen, etwa bei der Nationalratswahl 2013 und der Bundespräsidentenwahl 2016. Von 2009 bis 2011 war sie Gastgeberin der ORF-Sommergespräche. Ab 2017 war sie Chefredakteurin von ORF III, und seit dem 1. Januar 2022 ist sie Radiodirektorin des ORF.

Anpassungen der Geschäftsordnung des Stiftungsrates

Der ORF-Stiftungsrat hat außerdem seine Geschäftsordnung überarbeitet, um Sitzungen besser und zeitsparender zu gestalten. Neu geregelt sind zum Beispiel die Rechte und Pflichten des Vorsitzenden, der das Wort erteilt, den Stiftungsrat nach außen vertritt und bei Bedarf gemeinsam mit dem stellvertretenden Vorsitzenden die Öffentlichkeit informiert. Auch Regeln für Redezeiten und Umgang mit Ordnungsrufen wurden angepasst. Manche Tagesordnungspunkte können nun auch an Ausschüsse oder an die nächste Stiftungsratssitzung verwiesen werden.

Beschlossene Empfehlungen

Der Stiftungsrat hat außerdem zwei einstimmige Empfehlungen an die Geschäftsführung verabschiedet:

  • „… bis zur Sondersitzung im April möge die vorläufige Geschäftsführerin ein Konzept Taskforce zur Führungskultur im ORF erstellen lassen, das geeignete Möglichkeiten und Maßnahmen für ein sicheres Arbeitsumfeld aufzeigt.“
  • „… der vorläufigen Geschäftsführerin zur umfassenden Aufklärung zur Unterstützung der Compliance Stelle des ORF zu empfehlen, eine externe Firma mit entsprechenden Erfahrungen und Referenzen in Compliance-Themen beizuziehen.“

Diese Empfehlungen zielen darauf ab, die Führungskultur im ORF zu verbessern und die Einhaltung von Compliance-Regeln noch besser zu kontrollieren. Die Einbindung einer externen Firma soll dabei helfen, mögliche Probleme neutral und professionell aufzuklären.

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