Bundesratspräsident Stotter: Zukunft durch kluge Kooperation statt Zentralisierung
Gestern wurde am Dach des Parlaments die Fahne des Bundeslandes Tirol gehisst, begleitet von Fanfaren und Salutschüssen. Grund dafür war der reguläre Wechsel im Vorsitz der Länderkammer: Ab dem 1. Januar hat Tirol die Führung von der Steiermark übernommen. Das erste Halbjahr 2026 steht unter dem Motto „Starke Regionen: digital. engagiert. zukunftsorientiert.“, kündigte Bundesratspräsident Markus Stotter an. Er hatte gemeinsam mit Tirols Landeshauptmann Anton Mattle zu der Feier eingeladen. Nach den musikalischen Auftritten der Musikkapelle und der Schützenkompanie aus Oberlienz vor dem Parlament wurde der Tirol-Abend in der Säulenhalle fortgesetzt. Zahlreiche Ehrengäste waren dabei.
Stotter: Die Regionen sind nicht der Rand des politischen Systems, sondern das Fundament
Markus Stotter erklärte in seiner Eröffnungsrede, dass die Leitung des Bundesrates für ihn mehr als nur eine repräsentative Aufgabe sei. Sie sei eine Verantwortung gegenüber den Menschen in den Regionen. Die Schwerpunkte seiner Zeit als Bundesratspräsident liegen darauf, wichtige Themen für die Zukunft Österreichs zu fördern – besonders die aktive Beteiligung junger Menschen und der Ausbau digitaler Infrastruktur. Auch das Ehrenamt ist für ihn ein wichtiger Baustein. Digitalisierung bietet gerade für ländliche Gegenden große Chancen, beispielsweise durch besseren Internetzugang und neue Arbeitsmöglichkeiten.
Österreich verdankt seine Stabilität und wirtschaftliche Stärke auch seinem föderalen System, bei dem Bundesländer viele Aufgaben selbst verwalten dürfen. „Die Regionen sind nicht der Rand des politischen Systems, sondern das Fundament“, sagte Stotter. Das zeigt sich auch in einem gemeinsamen Plan der Landeshauptleute von Tirol und Vorarlberg, wie Bund und Länder besser zusammenarbeiten können. Für Stotter ist Föderalismus kein Hindernis für Reformen, sondern ein Zeichen von Aufgeschlossenheit. Er sieht die Zukunft Österreichs nicht in mehr Zentralisierung, sondern in guter Zusammenarbeit zwischen allen Ebenen.
Mattle: Zwei Kammern gewährleisten den Bestand der liberalen Demokratie
Tirols Landeshauptmann Anton Mattle ging in seiner Rede auf die aktuelle Diskussion über den Bundesrat ein. Er betonte, dass zwei parlamentarische Kammern wichtig sind, damit die liberale Demokratie erhalten bleibt. Außerdem bringt der Föderalismus aus seiner Sicht viele Vorteile für die Gesellschaft. Wie Stotter betrachtet er die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern als sinnvoll, um Verwaltungsaufgaben effizienter zu machen und Doppelarbeit zu vermeiden.
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