„WeltWeit“-Reportage: Ungleichheit – viele Gesichter, ein Problem
Ein winziger Teil der Weltbevölkerung, nämlich nur ein Prozent, besitzt fast die Hälfte des gesamten Vermögens auf der Welt. Das zeigt der aktuelle Bericht von Oxfam zur sozialen Ungleichheit. Gleichzeitig steigt die Zahl der Milliardärinnen und Milliardäre ständig weiter an. Dieser extreme Reichtum einiger weniger ist ein großes Problem unserer Zeit. Er gefährdet die Demokratie und den Zusammenhalt in der Gesellschaft. Ungleichheit betrifft aber nicht nur Geld und Besitz. Sie beeinflusst auch das tägliche Leben, die Gesundheit und die Bildungschancen der Menschen. Dadurch haben viele Menschen nicht die gleichen Möglichkeiten. Die „WeltWeit“-Reportage „Ungleichheit. Ein Problem, viele Gesichter“ beschäftigt sich damit ausführlich. Sie läuft am Freitag, den 13. März 2026, um 21.20 Uhr in ORF 2 und ist auch online auf ORF ON zu sehen. Die Reporter Patrick A. Hafner, Nicole Kampl und Leonie Heitz sind dazu nach Südafrika, Panama und Frankreich gereist.
In Südafrika sieht man die Ungleichheit besonders gut aus der Luft. In Kapstadt trennt oft nur eine einzelne Straße zwei sehr verschiedene Welten: Auf der einen Seite ist der wohlhabende Stadtteil Pinelands mit großen Villen, blühenden Gärten und privaten Swimmingpools. Auf der anderen Seite liegt das Township Langa mit einfachen Hütten aus Wellblech und einer Arbeitslosenquote von etwa 60 Prozent. Patrick A. Hafner trifft dort eine Frau namens Faith, die zwei Kinder hat und zwischen diesen Welten lebt. Ihr Leben zeigt, dass Südafrika es bis heute nicht geschafft hat, allen Menschen – egal welcher Hautfarbe – gleiche Chancen für ein besseres Leben zu geben. Obwohl die Apartheid, eine Politik der Rassentrennung, seit 1994 offiziell beendet ist, haben immer noch vor allem weiße Menschen die wirtschaftliche Macht.
Panama wurde durch den Bau des berühmten Kanals, der den Atlantik mit dem Pazifik verbindet, zu einem der reichsten Länder in Lateinamerika. Doch diese Entwicklung hat auch die soziale Ungleichheit verstärkt. Seit der Eröffnung des Kanals im Jahr 1914 hat sich daran kaum etwas geändert. Nicole Kampl besucht das bekannte arme Viertel El Chorrillo in Panama-Stadt. Dort lebt Cristobal, ein Rentner, der erzählt: „Mir bleiben im Monat 200 Dollar zum Leben.“ Er trifft sich regelmäßig mit anderen Pensionisten zum Dominospiel im Parque de los Aborridos. Im Jahr 2025 hat der Panamakanal fast drei Milliarden Dollar an Einnahmen gebracht – ein neuer Rekord. Trotzdem profitieren vor allem reiche Menschen von diesem Wohlstand.
Frankreich nennt sich selbst „Republik der Gleichheit“, doch gerade bei der Bildung sieht die Realität anders aus. Kaum in einem anderen europäischen Land entscheidet der soziale Hintergrund so stark darüber, welche Schule man besuchen kann. Leonie Heitz ist in Clichy-sous-Bois, einem Vorort nordöstlich von Paris, wo 2005 große Unruhen in armen Stadtteilen entstanden sind. Sie trifft dort die 17-jährige Myriem Alimi, die sehr für ihren Platz an der Schule kämpfen musste. Das Problem betrifft den ganzen Bildungsweg: In armen Vierteln bekommen weniger als zehn Prozent der Schulabgänger einen Platz an einer Eliteuniversität, die sogenannten „Grande Ecoles“. In reicheren Gegenden sind es drei- bis viermal so viele. In Frankreich spielt der Name der Hochschule eine wichtige Rolle für den Zugang zu guten Jobs und damit für die Zukunft.
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