AK Oberösterreich fordert gezielte Senkung der Treibstoffpreise für Pendler:innen
Die aktuell hohen Preise für Benzin und Diesel belasten viele Menschen, die täglich zur Arbeit fahren müssen. Die Preise für Rohöl sind zwar wegen der Spannungen im Iran gestiegen, doch die Preise an den Tankstellen sind noch viel stärker gestiegen. Deshalb fordert die Arbeiterkammer schnelle und wirksame Maßnahmen, um die Verbraucherinnen und Verbraucher zu entlasten. „Um den volkswirtschaftlichen Schaden zu begrenzen, muss gezielt in die Preise eingegriffen werden“
, sagt AK-Präsident Andreas Stangl.
Die politische Krise im Iran und in den Golfstaaten hat die Preise für Treibstoffe an den Börsen innerhalb kurzer Zeit deutlich nach oben getrieben. Die schnelle Preissteigerung an den Tankstellen geht laut der AK Oberösterreich jedoch über die gestiegenen Rohölpreise hinaus und ist nicht gerechtfertigt. Während die Mineralölunternehmen ihre Treibstoffe im Großhandel noch zu niedrigeren Preisen eingekauft haben, sind die Preise für Benzin um etwa 38 Prozent und für Diesel sogar um 57 Prozent gestiegen.
Diese starken Preissteigerungen sind besonders problematisch, weil sie die Preise für viele andere Produkte und Dienstleistungen ebenfalls erhöhen und die Inflation weiter anheizen können. Nicht alle Lösungen sind hier sinnvoll: „Die Bundesregierung ist jetzt gefragt, ein geeignetes Instrument zu finden, um die Inflation zu bekämpfen“
, betont AK-Präsident Stangl. Steuerliche Entlastungen allein könnten eher dazu führen, dass Mineralölunternehmen oder Tankstellen ihre Gewinne erhöhen, ohne dass die Verbraucher wirklich entlastet werden.
Deshalb fordert die AK Oberösterreich konkret:
- Den zuständigen Bundesminister, die laufende Marktbeobachtung des Treibstoffmarktes durch das Institut für Höhere Studien schnell abzuschließen und den Befund öffentlich zu machen.
- Die Bundesregierung aufzufordern, Maßnahmen zu ergreifen und gezielt in die Preise für Mineralölprodukte einzugreifen, damit Benzin und Diesel bezahlbar bleiben – besonders für Pendlerinnen und Pendler, die auf das Auto angewiesen sind, um zur Arbeit zu kommen.
Zusätzlich wird darauf hingewiesen, dass Pendeln mit dem Auto für viele Menschen unverzichtbar ist, etwa weil sie in ländlichen Regionen wohnen, wo der öffentliche Verkehr weniger gut ausgebaut ist. Steigende Kraftstoffpreise erhöhen dort die Lebenshaltungskosten besonders stark. Kurzfristige Entlastungen können hier helfen, die finanzielle Situation vieler Haushalte zu verbessern.
Rückfragen
Arbeiterkammer Oberösterreich
Hans Promberger
Telefon: +43 (0)50/6906-2161
E-Mail: hans.promberger@akooe.at
Website: https://ooe.arbeiterkammer.at
KI-BEARBEITETER OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. Originaltext www.ots.at
(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender. Arbeiterkammer Oberösterreich