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GrECo-Studie: Warum Benefits-Ausgaben oft wirkungslos bleiben

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  • Wichtig für Bindung: 71 % der Firmen sehen Benefits als Schlüssel, um Mitarbeiter:innen zu halten. Über die Hälfte (68 %) findet auch, dass Benefits wichtig fürs Recruiting sind. So helfen Benefits, die besten Fachkräfte zu gewinnen und zu behalten.
  • Kantine und flexible Arbeitszeiten einfach beliebt: Die klassischen Vorteile bleiben gefragt. Mehr als die Hälfte der Unternehmen bietet Kantinen-Schmaus oder Essenszuschüsse (56 %) sowie flexible Arbeitszeiten (52 %) an, und viele Mitarbeitende nutzen diese.
  • Lücke zwischen Angebot und Nutzung: Einige Benefits, wie JobBike oder Angebote zur mentalen Gesundheit, werden selten genutzt, obwohl sie von etwa der Hälfte der Firmen angeboten werden. Das zeigt, dass nicht alle Angebote bei den Mitarbeitenden ankommen.
  • Kosten für Benefits oft unklar: Fast ein Drittel der Firmen (29 %) weiß gar nicht genau, wie viel Geld sie für Benefits ausgeben. Ohne klare Zahlen fehlt eine effiziente Strategie, wie man das Geld am besten einsetzt.

Benefits sind heute sehr wichtig im Wettbewerb um gute Mitarbeiter:innen. Doch vieles, was Unternehmen investieren, kommt oft nicht bei den Mitarbeitenden an. Es gibt eine große Lücke zwischen dem, was angeboten wird, und dem, was wirklich genutzt wird. Zum Beispiel nehmen weniger als zehn Prozent der Mitarbeitenden bei vielen Firmen das JobBike oder die Programme zur mentalen Gesundheit in Anspruch.

Geringe Nutzung heißt aber nicht, dass ein Benefit unnötig ist. Manchmal wissen Mitarbeitende einfach nicht genug darüber. Deshalb müssen Unternehmen Benefits immer wieder gut erklären – zum Beispiel in Meetings, im Intranet oder über Apps – und regelmäßig daran erinnern.

Das zeigt die neue „Health & Benefits Studie“ von GrECo.

„Viele Unternehmen investieren mit den besten Absichten, aber am realen Bedarf der Mitarbeitenden vorbei. Dieser Realitäts-Check zeigt, dass ein teures Benefit-Portfolio nutzlos ist, wenn das Personal es nicht in Anspruch nimmt“, erklärt Joachim Schuller, Competence Center Manager Health and Benefits bei GrECo. „Statt mit der Gießkanne Benefits auszuschütten, braucht es eine datengestützte Strategie, die zielgerichtet wirkt und die Mitarbeiter:innenbindung nachweislich stärkt.“

Warum teure Benefits oft wenig genutzt werden

71 % der Unternehmen halten Benefits für sehr wichtig, um Mitarbeitende zu binden, doch es gibt große Unterschiede bei der Nutzung. Das JobBike wird bei vielen Firmen kaum genutzt (unter 10 % Nutzung), genauso der Fitnesscenterzuschuss. Flexible Arbeitszeitmodelle sind sehr verbreitet (91 %) und werden auch oft genutzt: Bei der Hälfte der Unternehmen nutzen mehr als 50 % der Mitarbeitenden diese Möglichkeit.

Interessant ist auch: Firmen mit hoher Mitarbeiterfluktuation setzen eher auf häufiges Recruiting statt auf Benefits. Besser wäre es, durch clevere Benefits bestehende Mitarbeitende zu halten. So können teure Neueinstellungen vermieden werden.

Fehlende Daten sorgen für fehlende Planung

Ein großes Problem: Rund 29 % der Firmen wissen nicht genau, wie viel sie für Benefits ausgeben. Ohne diesen Überblick entstehen teure Fehlentscheidungen. Deshalb wollen 42 % der Unternehmen in den nächsten 12 Monaten neue Benefits einführen – vor allem JobBike (15 %), Fitnesszuschuss (14 %) und Zusatzkrankenversicherung (10 %).

Doch diese Angebote werden aktuell wenig genutzt. „Wünscht sich der Arbeitgeber eine höhere Benefit-Teilnahme, kann eine Kostenbeteiligung entscheidend sein. Ein solcher Impuls kann die Einstiegshürde senken und die Attraktivität deutlich steigern. Denn ein Benefit entfaltet seine Wirkung erst dann, wenn er auch von den Mitarbeitenden genutzt wird“, erklärt Schuller.

Vorsorge-Benefits als Pluspunkt im Wettbewerb

Während klassische Benefits wie gesundheitsorientierte Angebote oder flexible Zeiten weit verbreitet sind, sind Vorsorge-Benefits in Österreich noch selten. Dazu gehören Pensionszusagen, Gruppen-Krankenversicherung oder Berufsunfähigkeitsabsicherung. Weniger als 25 % der Unternehmen bieten solche Leistungen an, einzelne Vorsorge-Benefits sogar unter 10 %.

Schuller hebt hervor: „Damit vergeben Arbeitgeber eine große Chance, sich im Wettbewerb um Talente strategisch zu positionieren. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit suchen Mitarbeitende nach langfristiger Sicherheit. Eine vom Arbeitgeber geförderte Vorsorge ist ein starkes Signal der Wertschätzung und ein klares Bekenntnis zum Wohl der Belegschaft über den Arbeitsalltag hinaus.“

Für die „Health & Benefits Studie 2025“ hat GrECo im Sommer und Herbst 2025 205 Vertreter:innen aus 17 Branchen in Österreich befragt. Die Studie zeigt genau, wo Benefits wirken und wo Unternehmen noch besser werden können. Wer regelmäßig prüft und datenbasiert entscheidet, wie Benefits eingesetzt werden, kann Kosten sparen und Mitarbeiter:innen langfristig binden.

Mehr Infos zur Studie finden Sie hier.

Rückfragen

GrECo International AG
Mag. Maria Sorko, BA
Telefon: +43 664 525 11 17
E-Mail: m.sorko@greco.services

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