Sicherheitsupdate Außenministerium Nahost, 10. März 2026, 14:00 Uhr
Die wichtigste Aufgabe des Außenministeriums (BMEIA) ist die Sicherheit der Menschen aus Österreich. Seit dem 28. Februar trifft sich der Krisenstab im Außenministerium jeden Tag. Er beobachtet die Lage sehr genau, prüft ständig die Situation und sucht nach Möglichkeiten, um Menschen sicher aus der Gefahr herauszuführen. Die Situation in der Region ist weiterhin sehr unsicher und gefährlich.
1. Wie steht es um die Sicherheit?
In der ganzen Region gibt es noch immer Kämpfe und Raketenangriffe. Deshalb empfehlen wir dringend: Folgen Sie immer den Anweisungen der Behörden vor Ort.
Für diese Länder gilt weiterhin eine Reisewarnung: Bahrain, Irak, Iran, Israel, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Syrien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Für Oman und Saudi-Arabien besteht die Sicherheitsstufe 3, das bedeutet ein hohes Risiko.
2. Wie läuft die Ausreise?
Es gibt inzwischen wieder viele reguläre Linienflüge nach Österreich und Europa. Diese Flüge sollten alle, die können, unbedingt nutzen. Zum Beispiel fliegt Emirates jeden Tag von Dubai nach Wien. Auch Qatar Airways hat Flüge zu wichtigen europäischen Hauptstädten wieder gestartet. Alle Betroffenen werden gebeten, sich bei ihren Reiseveranstaltern oder Fluglinien zu erkundigen.
3. Unterstützung bei der Ausreise
Da es jetzt mehr Linienflüge gibt, brauchen weniger Menschen Hilfe vom Außenministerium bei der Ausreise. Das Angebot von Busfahrten wird nur noch selten genutzt.
- Wir arbeiten eng mit unseren europäischen Partnern zusammen, um Plätze für Österreicherinnen und Österreicher sowie deren Angehörige zu organisieren.
- Heute werden 7 Personen von Riyadh nach Sofia gebracht, gemeinsam mit den bulgarischen Partnern. Unter ihnen ist auch ein krebskranker österreichischer Staatsbürger.
- Aus Dubai fliegen heute 6 Personen mit Hilfe unserer slowakischen Partner nach Bratislava.
- 7 Personen fahren mit dem Bus von Doha nach Riyadh.
- Die Botschaften kümmern sich weiterhin um Österreicherinnen und Österreicher mit besonderen Bedürfnissen, zum Beispiel um eine ältere, gesundheitlich beeinträchtigte Person in Israel.
Gesamtzahlen zur Unterstützung:
- Bis jetzt hat das Team BMEIA über 1.300 Ausreisen mit Bussen und gecharterten Flugzeugen organisiert.
- Das Außenministerium hat vier Rückholflüge speziell für Menschen mit besonderen Bedürfnissen veranstaltet, wie Schwangere, Familien mit kleinen Kindern oder kranke Personen. Insgesamt wurden mehr als 800 Personen mit gecharterten Flügen aus Oman, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten zurückgebracht.
- Mehr als 120 Österreicherinnen und Österreicher sowie deren Angehörige konnten zusammen mit Unterstützung von EU-Ländern und Partnern ausreisen.
Diese Hilfen sind nur dank des großen Einsatzes unserer Botschaften vor Ort, des Jagdkommandos des Bundesministeriums für Landesverteidigung (BMLV) und des Bundesministeriums für Inneres (BMI) sowie durch Unterstützung unserer europäischen Partner möglich.
Die Hilfe vom Außenministerium wirkt. Immer weniger Menschen melden sich täglich neu an. Allerdings sieht man, wie viele Menschen tatsächlich ausreisen, erst wenn sie sich aus der Reiseregistrierung abmelden. Alle, die das Krisengebiet schon verlassen haben, werden daher gebeten, sich möglichst schnell aus der Reiseregistrierung abzumelden.
4. Betreuung und Kontaktmöglichkeiten
Das Team BMEIA steht mit allen registrierten österreichischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern in der Region in Verbindung. Rund um die Uhr sind Mitarbeiter im Außenministerium und an den Botschaften im Einsatz. Die Botschaften werden dabei von Teams des BMLV unterstützt.
Wir rufen alle dazu auf, sich auf reiseregistrierung.at zu registrieren, regelmäßig die Nachrichten zu verfolgen und sich auf der offiziellen Webseite www.bmeia.gv.at zu informieren.
Das Außenministerium arbeitet eng mit europäischen Partnern zusammen, um bestmöglich zu helfen. Es gibt auch eine Notfallnummer, die jederzeit erreichbar ist: +43 1 90115 4411.
Manchmal melden sich noch Österreicherinnen und Österreicher, bei denen der Kontakt schwierig ist. Wir kümmern uns sofort um diese Fälle. Unser Ziel ist, alle österreichischen Bürgerinnen und Bürger zu erreichen und ihnen eine schnelle Ausreise zu ermöglichen.
Kontakt zu den Botschaften:
Österreichische Botschaft Abu Dhabi: (+971) 50 66 69 728 oder (+971) 50 85 90 441
Österreichische Botschaft Amman: (+962) 795 62 85 60
Österreichische Botschaft Doha: (+974) 33 21 14 50
Österreichische Botschaft Kuwait/Bahrain: (+965) 998 061 77
Österreichische Botschaft Maskat: (+968) 7220 0116
Österreichische Botschaft Riyadh: (+966) 557 102 122
Österreichische Botschaft Tel Aviv: (+972) 54 792 1892 oder (+972) 53 643 2738
Österreichische Botschaft Beirut: (+961) 39 59 765
Rückfragen
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
BMEIA Presseabteilung
Telefon: +43(0)501150-3320
E-Mail: abti3@bmeia.gv.at
Website: http://www.bmeia.gv.at
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