Gedenken an Friedrich Pollak: Demokratie, Solidarität und Widerstand | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Gedenken an Friedrich Pollak: Demokratie, Solidarität und Widerstand

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Im burgenländischen Weingraben fand eine Gedenkveranstaltung statt, bei der an Friedrich Pollak erinnert wurde. Er war ein sozialdemokratischer Widerstandskämpfer, der sich stark für Demokratie, Freiheit und soziale Gerechtigkeit eingesetzt hat. Dabei waren Gäste aus Politik, Wissenschaft, Bildung und Zivilgesellschaft eingeladen. Die Veranstaltung zeigte deutlich, wie wichtig es ist, sich aktiv an die Vergangenheit zu erinnern – vor allem jetzt, da Demokratie oft herausgefordert wird. Dr. Roland Fürst von der SPÖ sagte: „Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten standen in der Geschichte niemals auf der Seite der Henker. Sie standen immer auf der Seite der Menschen – im Widerstand gegen Unterdrückung, im Kampf für Freiheit, Solidarität und Demokratie.“ Viele Sozialdemokrat*innen haben in der Vergangenheit mutig gegen autoritäre Regime gekämpft. Diese Tradition des Antifaschismus und der Solidarität ist auch heute noch eine wichtige Grundlage für ihre Politik.

Doris Prohaska, Landtagsabgeordnete und Mitglied im SPÖ-Bundesbildungspräsidium, erinnerte daran, dass Demokratie und Freiheit nicht selbstverständlich sind. Am Beispiel von Friedrich Pollak wird klar, wie viel Mut es braucht, um für diese Werte einzutreten. Sie sagte: „Freiheit ist nicht selbstverständlich – sie muss immer wieder verteidigt werden. Soziale Gerechtigkeit entsteht aus Solidarität und Zivilcourage.“ Gerade heute, wo autoritäre Strömungen, Falschinformationen und Antisemitismus zunehmen, ist es wichtig, aus der Geschichte zu lernen und Verantwortung für die Gegenwart zu übernehmen.

Gabi Tremmel-Yakali, Vorsitzende der burgenländischen Sozialdemokratischen FreiheitskämpferInnen und aktiven AntifaschistInnen, betonte, wie wichtig eine lebendige Erinnerungskultur ist. „Erinnerung darf nicht abstrakt bleiben – sie muss in den Gemeinden sichtbar und spürbar sein“, sagte sie. Durch die Arbeit von Historiker*innen und engagierten Menschen vor Ort werden Geschichten von Widerstandskämpfer*innen wieder greifbar gemacht. Viele von ihnen waren Nachbar*innen – Menschen aus den Gemeinden selbst. Dieses lokale Gedenken hilft dabei, die Geschichte nahbar zu machen.

Hajo Cappar von der Wiener Bildungsakademie wies auf die wichtige Rolle politischer Bildung hin. Im aktuellen Lehrgang der Parteischule beschäftigen sich die Teilnehmer*innen intensiver mit Persönlichkeiten wie Friedrich Pollak und ihrem Einsatz für Demokratie und die Arbeiter*innenbewegung. Cappar erklärte: „Die Parteischule versteht sich nicht nur als Ort des Lernens, sondern auch als Auftrag, das Erbe von Menschen wie Friedrich Pollak weiterzutragen und in die Gegenwart zu übersetzen.“ Politische Bildung ist ein wichtiger Beitrag dazu, das demokratische Bewusstsein zu stärken und Engagement für Freiheit, Solidarität und soziale Gerechtigkeit zu fördern.

Wolfgang Markytan von der SPÖ-Bundesbildungsorganisation sprach über die gemeinsame Arbeit zum Gedenken an Friedrich Pollak. Seit einiger Zeit steht er im engen Austausch mit der Familie und Historikern – besonders mit Alexander Karazman – um Pollaks Leben und Einsatz besser zu erforschen und sein Andenken sichtbar zu machen. Markytan sagte: „Es geht uns darum, das Gedenken an Friedrich Pollak lebendig zu halten – durch historische Aufarbeitung, durch Öffentlichkeitsarbeit und auch durch neue digitale Formen der Erinnerung.“ Ziel ist es, mehr Menschen auch online über Pollak zu informieren und in Wien ein sichtbares Gedenken zu ermöglichen. Er sprach auch im Namen vieler Wiener Politiker*innen und Institutionen, denen dieses Erinnern ein gemeinsames Anliegen ist. Besonders dankbar ist er der Familie, dem Historiker Alexander Karazman, Bürgermeister Thomas Stoiber sowie der burgenländischen Politik, vor allem Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Roland Fürst, für ihre Unterstützung. Die Veranstaltung ist ein wichtiger Beitrag der SPÖ-Bundesbildung und der gesamten Sozialdemokratie, um die Geschichte der Arbeiter*innenbewegung lebendig zu halten und Verantwortung für die Zukunft abzuleiten.

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