Totschnig: Schutzbauten widerstehen starkem Lawinenwinter
Der Winter 2025/26 brachte wenig Schnee, war aber trotzdem gefährlich. Besonders in den offenen alpinen Skigebieten gab es ein hohes Risiko für Lawinen. Bis jetzt gab es schon 26 Todesfälle durch Lawinen, was für eine Saison sehr viele sind. Unter den Opfern waren viele Tourengeher und Variantenfahrer – also Menschen, die abseits der Pisten unterwegs sind – darunter auch erfahrene Wintersportler und viele aus dem Ausland.
„Der Klimawandel macht Lawinen nicht harmloser, sondern komplexer. Mehr Nassschneelawinen bedeuten eine Gefahr, die noch schwerer kalkulierbar ist“, sagt Umweltminister Norbert Totschnig. Er betont, wie wichtig es ist, die Lawinenwarnungen ernst zu nehmen und sich gut auf die Gefahren vorzubereiten.
Erfolge beim Schutz von Siedlungen und Infrastruktur
Auch wenn die Lawinensituation schwierig war, sieht das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz (BMLUK) positive Ergebnisse beim Schutz von Wohngebieten und wichtigen Anlagen. Im BMLUK arbeitet der „Forsttechnische Dienst für Wildbach- und Lawinenverbauung“ (WLV). Dieser Dienst sorgt dafür, dass Schutzbauten geplant und gebaut werden, um Lawinen zu stoppen oder umzuleiten. Außerdem kümmern sie sich um Pflege und Schutz der Wälder, die ebenfalls helfen, Lawinen abzubremsen.
Im Winter 2025/26 haben diese Schutzmaßnahmen gut funktioniert. So konnten manche Schäden an Häusern und Straßen verhindert und Evakuierungen vermieden werden. Besonders hilfreich waren die sogenannten Anbruchverbauungen – das sind Sperren, die in Höhen bis zu 3.000 Metern den Schneemassen Halt geben. Ohne diese Anlagen könnten aus den großen Schneemengen gefährliche Lawinen entstehen. Die vorhandenen Schutzbauten sind zudem stark genug, um auch bei weiterem Schneefall Sicherheit zu bieten.
Totschnig betont: „Die vorausschauenden Investitionen in den Schutz vor Naturgefahren – allein 155 Mio. Euro im Jahr 2025 – sind essenziell für die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher. Mein Ressort wird mit der Bundesdienststelle Wildbach- und Lawinenverbauung weiterhin gezielt daran arbeiten, den Schutz vor Naturgefahren bestmöglich zu gewährleisten.“
Aktuelle Schutzprojekte wie der Bannwald Hallstatt in Oberösterreich, die Gweil-Lawine in St. Gallenkirch (Vorarlberg) oder die Lahnkendel-Lawine in Saalbach-Hinterglemm (Salzburg) werden mit großem Engagement weitergeführt. Außerdem sind neue Projekte geplant, zum Beispiel bei der Kopfkrax-Lawine in Waidring (Tirol) und der Eiskar-Lawine in Ramsau (Steiermark). Diese Maßnahmen helfen, die Sicherheit in den Bergen auch in Zukunft zu verbessern.
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