80 % Männer im Spitzensport: Mein Sportnetzwerk Wien fordert Kurswechsel | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

80 % Männer im Spitzensport: Mein Sportnetzwerk Wien fordert Kurswechsel

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Beim ersten Treffen 2026 von „Mein Sportnetzwerk Wien“ ging es darum, wie mehr Frauen im organisierten Sport mitmischen können. Vertreter:innen aus Sport, Politik, Vereinen, Verbänden und Wirtschaft trafen sich in der Vienna Grand Gallery, um gemeinsam Ideen zu sammeln und konkrete Wege zu finden, wie Frauen in wichtigen Sportpositionen gestärkt werden können.

Das Problem ist deutlich: Rund 80 % der Präsident:innen, Generalsekretär:innen und Trainer:innen im Spitzensport sind Männer. Österreich will ein Sportland sein, in dem Frauen und Mädchen nicht nur aktiv dabei sind, sondern auch Verantwortung übernehmen – beispielsweise in Vorständen, als Führungskräfte oder Trainerinnen im Spitzensport.

Auf dem Podium waren Expert:innen aus verschiedenen Bereichen vertreten: MMag.a Michaela Schmidt (Staatssekretärin im Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport), Mag.a Katja Kosak (Leiterin des Gender-Trainee-Programms BMWKMS), Sara Montagnolli, BSc (ehemalige Beachvolleyball-Profi, Mentorin und Gründerin von „35 by 32“), Mag.a Doris Graf, MBA (Juristin der Stadt Wien und ehemalige Spitzensportlerin) sowie Peter Hacker (Sportstadtrat Wien). Moderiert wurde die Diskussion von Daniel Hupfer.

Eine wichtige Erkenntnis war: Veränderung klappt nicht nur durch neue Quotenregeln. Stattdessen braucht es gute Programme, Ausbildungen und Mentoring. Zum Beispiel das Gender-Trainee-Programm und die Initiative „35 by 32“, die Sara Montagnolli 2026 als Pilotprojekt startet. Dort gibt es auch spezielle Trainerinnen-Workshops für Frauen im Beachvolleyball. Außerdem ist es sehr wichtig, dass weibliche Vorbilder sichtbar sind. Wenn diese regelmäßig vorgestellt werden, fühlen sich mehr Frauen ermutigt, Führungsrollen zu übernehmen und sich im Sport zu engagieren.

Peter Hacker, der Sportstadtrat von Wien, betonte, dass es in Wiener Vereinen bereits viele engagierte Frauen gibt. Ihr Anteil in wichtigen Funktionen soll aber weiter steigen. Die Stadt Wien unterstützt das mit Fördermaßnahmen, besserer Infrastruktur und passenden Rahmenbedingungen für Vereine und Verbände.

Besondere Highlights des Treffens waren eine Showeinlage des Vienna Victory RG Clubs aus dem 22. Bezirk, der Rhythmische Gymnastik anbietet, und der Besuch der Olympiasiegerin Oleksandra Oleksandriwna Tymoschenko, die 1992 in Barcelona Gold gewann. Der Vienna Victory RG Club bietet Trainingsprogramme für Mädchen ab 3 Jahren an – vom Anfänger- bis zum Leistungsbereich. Organisiert wurde dieser Programmpunkt von Evelina Brada, der Präsidentin des Clubs. Nach der Veranstaltung gab es ein Speed-Networking, das die Wiener Sportgemeinschaft zum Austausch zusammenbrachte.

Das Event wurde von Yvonne Rychly organisiert. Sie ist Initiatorin von „Mein Sportnetzwerk Wien“, Landtagsabgeordnete und Sportsprecherin der SPÖ Wien. Unterstützt wurde sie von Social City Wien und Brandsetter. Ein Dankeschön geht außerdem an Nikolaus Brada (Nibra) als Gastgeber und an die Vienna Grand Gallery für den Veranstaltungsort.

„Mein Sportnetzwerk Wien“ wertet nun die Diskussionsergebnisse aus und plant gemeinsam mit Wiener Vereinen und Verbänden weitere Schritte, um den Anteil von Frauen im organisierten Sport langfristig zu erhöhen.

Weitere Informationen:
https://vienna-grand-gallery.at
https://www.vv-rg.com
https://www.socialcity.at

Rückfragen

Mein Sportnetzwerk Wien
Yvonne Rychly
Telefon: +43 664 5242608
E-Mail: yvonne.rychly@spw.at

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