Zum Weltfrauentag: Neue „Menschen & Mächte“-Doku über vergessene Kino-Heldinnen
Die neue Produktion „Das Kino der Frauen“ aus der Reihe „Menschen & Nächte“ zeigt am Mittwoch, dem 11. März 2026, um 22.30 Uhr auf ORF 2 und gleichzeitig auf ORF ON, wie wichtig Frauen für das Kino in Österreich waren. Diese Sendung ist Teil des ORF-Programms zum Weltfrauentag. Mehr Informationen dazu gibt es unter https://presse.ORF.at. Die Doku stellt die „vergessenen Heldinnen der Lichtspielhäuser“ vor, ohne die es das Kino in Österreich kaum gegeben hätte. Im Gegensatz zum Theater war das Kino früher fast komplett in Frauenhand – das ist heute kaum noch bekannt.
Um das Jahr 1900 war unklar, ob das Kino als neues Medium erfolgreich sein würde. Oft waren es Frauen, die sich damals um das Vorführen der Filme kümmerten und sogar die ersten mobilen Kinos in Wien betrieben. Die erste öffentliche Filmvorführung in Wien fand im März 1896 an der Ecke Krugerstraße / Kärntner Straße statt. Vorreiterinnen wie Sophie Nehez arbeiteten mit sehr gefährlichen Filmen auf Nitro-Rollen. Diese mussten mit viel Geschick und einer speziellen Zweihand-Bedienung vor die Projektorlampe gebracht werden.
Als das Kino in festen Gebäuden etabliert wurde, betrieben viele Frauen diese Kinos. 1938 waren etwa die Hälfte aller Kinos in Wien in Frauenhand, wie Regisseurin Heidi Neuburger-Dumancic in ihrer Forschung zeigt. Viele Frauen verloren jedoch ihre Kinos, weil sie während der Zeit des Nationalsozialismus enteignet wurden.
Auch nach 1945 waren Frauen maßgeblich am Wiederaufbau und Betrieb von Kinos beteiligt. Besonders im ländlichen Raum entstanden Kinos, die von Frauen geleitet wurden und viele Jahre geöffnet blieben. Ein Beispiel dafür ist Mella Waldstein aus dem niederösterreichischen Drosendorf, die als Pionierin außerhalb der Großstadt gilt.
Bis heute führen Frauen viele Programmkinos. Die Doku stellt auch Karrieren wie die von Käthe Kratz vor und zeigt, wie lange es dauerte, bis Frauen in allen Bereichen des Kinos ihren Einfluss zeigen konnten.
Der Begriff „Patschen-“ oder „Schlapfenkino“ entstand übrigens nicht wegen des Fernsehens, wie die Doku erklärt. Er kommt daher, dass Kinos früher in Städten wie Wien fast vor der Haustür zu finden waren und man in Hausschuhen, also „Patschen“, einfach zum Kino gehen konnte.
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