15 Jahre nach Fukushima: CNFE warnt vor Japans Rückkehr zur Atomkraft
Fünfzehn Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima ist das Thema Atomkraft weltweit wieder sehr wichtig. Im März 2011 kam es im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi in Japan zu einem schweren Unfall. Dieses Ereignis hat gezeigt, dass selbst in einem technisch sehr fortgeschrittenen Land Risiken der Atomkraft nicht vollständig kontrolliert werden können. Die Folgen für die Umwelt, die Gesundheit der Menschen und die Wirtschaft sind bis heute spürbar. Besonders betroffen sind die Menschen vor Ort, aber auch staatliche Stellen, die finanzielle Hilfe leisten müssen.
Europäische Städte setzen sich nach Fukushima gegen Atomkraft ein
Als Reaktion auf den Unfall wurde 2011 das Netzwerk Cities for a Nuclear Free Europe (CNFE) gegründet. Dieses Netzwerk bringt europäische Städte zusammen, die sich alle gegen die Nutzung von Atomenergie aussprechen. Es geht darum, auf lokaler Ebene gemeinsam für einen Ausstieg aus der Kernenergie zu arbeiten. Heute gehören 32 Großstädte mit rund 14 Millionen Einwohner*innen dazu. Den Vorsitz hat Wiens Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky.
„Fukushima hat gezeigt, dass der Einsatz von Atomkraft reale, generationenübergreifende Konsequenzen hat. Wer heute erneut auf Atomkraft setzt, blendet Sicherheitsfragen, ungelöste Endlagerprobleme und massive Kostenrisiken aus“, betont Jürgen Czernohorszky.
Besonders kritisch sieht er, dass Japan versucht, die Atomkraft wieder mehr einzusetzen. „Die Rückkehr zur Atomkraft ist kein Fortschritt, sondern ein energiepolitischer Irrweg. Nachhaltige Energiepolitik bedeutet in Effizienz, Speichertechnologien und erneuerbare Quellen zu investieren und nicht in Hochrisikotechnologien des vergangenen Jahrhunderts.“ Neben Atomenergie gewinnen heute Solar- und Windkraft sowie Energiespeicher immer mehr Bedeutung für eine sichere Energieversorgung.
Webinar am 11. März: 15 Jahre Fukushima – Was wir gelernt haben
Zum 15. Jahrestag der Fukushima-Katastrophe veranstalten die Wiener Umweltanwaltschaft und CNFE am 11. März 2026 ab 10:00 Uhr ein öffentliches Webinar. Dabei wird über aktuelle Themen rund um Atomenergie gesprochen. Auch neue wissenschaftliche Studien, die von der Wiener Umweltanwaltschaft und der Stadt Wien in Auftrag gegeben wurden, werden vorgestellt. Zusätzlich gibt es ein neues Video, das die Folgen eines Atomunfalls zeigt. Dieses wurde zusammen mit der Umweltschutzorganisation Global 2000 produziert.
„Wissenschaftliche Evidenz muss Grundlage energiepolitischer Entscheidungen sein. Gerade 15 Jahre nach Fukushima ist es unsere Verantwortung, Risiken transparent zu benennen und nachhaltige Perspektiven aufzuzeigen“, so Iris Tichelmann, Wiens Umweltanwältin.
Das Programm und den Link zum Zoom-Webinar finden Sie auf der Webseite der Wiener Umweltanwaltschaft: Einladung zum Online-Webinar „15 Jahre Fukushima“ am 11.3.2026
Rückfragen
Michaela Zlamal
Mediensprecherin StR Jürgen Czernohorszky
Telefon: +43 1 4000 81446
E-Mail: michaela.zlamal@wien.gv.at
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