FPÖ-Schnedlitz fordert klare Aufklärung bei Geldwäschevorwurf in Österreich | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

FPÖ-Schnedlitz fordert klare Aufklärung bei Geldwäschevorwurf in Österreich

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Im Zusammenhang mit gestoppten Geldtransportern in Ungarn gibt es schwere Vorwürfe – und es sieht so aus, als wäre auch Österreich darin verwickelt. Wenn sich die Vorwürfe bestätigen, könnte es sein, dass auf österreichischem Gebiet versucht wird, die Sachlage zu verschleiern oder weitere Werte schnell zu transportieren – möglicherweise unter dem Verdacht der Geldwäsche. Deshalb müssen die Behörden jetzt sofort handeln, um eine mögliche Vertuschung oder weitere Straftaten zu verhindern. Wenn unsere Behörden stattdessen jetzt ins Wochenende gehen, während vielleicht Geldtransporter unter Geldwäscheverdacht weiterhin offen durch Österreich rollen oder andere Handlungen im Zusammenhang mit diesem mutmaßlichen Milliarden-Finanzkrimi gesetzt werden, dann gute Nacht, Österreich, sagt FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz. Er betont dabei ausdrücklich, dass alle Beteiligten bis zum Beweis des Gegenteils als unschuldig gelten.

Am 5. März 2026 stoppte die ungarische Anti-Terror-Einheit zwei gepanzerte Geldtransporter nahe Budapest. Diese Transporte kamen aus Österreich und sollten angeblich in die Ukraine fahren. In den Fahrzeugen waren laut Angaben 40 Millionen US-Dollar, 35 Millionen Euro und 9 Kilogramm Gold. Sieben ukrainische Staatsbürger wurden festgenommen, darunter ein ehemaliger General des ukrainischen Geheimdienstes, so die ungarische Polizei. Die ungarische Steuer- und Zollbehörde (NAV) leitete ein Verfahren wegen Geldwäsche ein. Ungarns Außenminister Péter Szijjártó gab an, dass seit Januar 2026 insgesamt etwa 900 Millionen US-Dollar, 420 Millionen Euro und 146 Kilogramm Gold auf dem Landweg durch Ungarn transportiert wurden – alles aus Österreich kommend. Die Freiheitlichen fordern deshalb, dass alle zuständigen Behörden in Österreich, wie die Finanzmarktaufsicht (FMA), das Finanzministerium, die Justiz und die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA), schnell tätig werden.

Schnedlitz sagt weiter: Das sind unfassbare Summen, die laut derzeitigem Vorwurf auch über österreichischen Boden abgewickelt wurden. Wir reden hier nicht über einen Bagatellfall, sondern über Transporte in einer Größenordnung, die selbst in einer Kriegswirtschaft jedes denkbare Maß sprengen. Fast 1,4 Milliarden an physischem Bargeld und auch Gold in gut acht Wochen über die Landstraße? Warum wird hier nicht überwiesen? Da muss man kein Ermittler sein, um die schiefe Optik zu erkennen und zu sehen, dass hier mutmaßliche rote Flaggen wehen. Ein Einschreiten der Behörden ist unumgänglich.

Auch die Raiffeisen Bank steht in der Kritik: Warum soll sie angeblich versucht haben, eine Verbindung zu den Vorfällen zu leugnen – und warum wurde diese Aussage später geändert und von wem?

Schon am ersten Tag nach dem Vorfall sollen Unklarheiten aufgetaucht sein, die für viele Beobachter wie ein Versuch wirken, den Zusammenhang abzustreiten. So habe die Raiffeisen Bank laut mehreren Medienberichten ihren Anteil am Vorfall vollständig bestritten. Ein Sprecher erklärte laut der internationalen Nachrichtenagentur AFP: Der Konzern sei ’nicht von dem Vorfall betroffen’ und verweigerte weitere Kommentare. Diese Aussage wurde von vielen internationalen Medien übernommen und gesichert, erklärt Schnedlitz.

Dieser Versuch, den Zusammenhang zu verleugnen, flog jedoch schnell auf, weil aus der Ukraine andere Informationen kamen: Die ukrainische Oschadbank, die Nationalbank und der Außenminister bestätigten unabhängig voneinander, dass die Raiffeisen Bank International als Vertragspartner des Transports fungierte – während die RBI weiterhin behauptete, sie sei nicht betroffen.

Schnedlitz dazu: Erst als die Ukraine selbst die Raiffeisen geoutet hat, hat diese offenbar ihre Strategie geändert und ihre Beteiligung eingestanden. Dieses Bild entsteht zumindest bei der Recherche und durch Spuren in Medienberichten und dem Internet. Dann wurde in mehreren Medien – inklusive der AFP – die erste und widerlegte falsche Behauptung ‚herausredigiert‘ und ist aus den Berichten verschwunden. Technisch jedoch ein untauglicher Versuch und Akt im Internet des Jahres 2026. Die erste Botschaft der RBI war klar: Wir haben damit nichts zu tun. Die große Frage lautet: Gab es hier einen Versuch, im Zusammenhang mit diesem Finanzkrimi eigene Spuren zu verwischen und eine Beteiligung komplett zu leugnen? Und wenn ja, wenn man nichts zu verbergen hat, warum macht man das? Und warum wird hier – von wem auch immer – nicht transparent gearbeitet, sondern diese erste Falschbehauptung – also dieser untaugliche Versuch, alles abzustreiten – dann auch noch nachträglich herausredigiert und wiederum versucht, auch das verschwinden zu lassen? Also quasi eine doppelte Verschleierung?

Die Raiffeisen Bank wird aufgefordert, im Sinne der Transparenz und zur Stärkung des Vertrauens in den Finanzplatz Österreich einige Fragen zu beantworten: Wie ist es zu verstehen, dass es angeblich Bargeldtransporte in Milliardenhöhe gab, physisches Gold auf der Autobahn und eine Bank, die am ersten Tag behauptet, man hätte damit gar nichts zu tun? Wie ist es zu verstehen, dass diese Bank dann aufgrund anderer Aussagen einlenkt und dann sogar mutmaßlich von unbekannter Seite versucht wird, die erste augenscheinlich falsche Behauptung aus dem Internet zu löschen, was zum Teil auch nachweislich passiert ist? Hat man nicht die Sorge, dass solche Zufälle und diese Art von Kommunikation den Anschein von fehlender Transparenz und Bereitschaft zur Aufklärung erzeugen? Was ich explizit natürlich nicht unterstelle, sondern lediglich im Sinne der Allgemeinheit und des Finanzplatzes Österreich um Klarheit, Transparenz und Aufklärung bitte, so FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz. Außerdem bittet er die Behörden, im Interesse der Bank und der Öffentlichkeit für Klarheit zu sorgen.

Die Erklärung der Raiffeisen Bank, sie sei nur ein normaler Händler für Banknoten, findet Schnedlitz zwar nachvollziehbar, hält sie aber für unzureichend: Das ist auf dem Papier natürlich ein echtes Geschäftsfeld für Banken. Uns erreichen jedoch Fragen zum Teil an Raiffeisen, an die Politik und auch an die Behörden zum gesamten Komplex, die wir hier gern weitergeben – mit dem Hinweis, damit niemand etwas unterstellt: Wie passt der ‚Handel mit Banknoten‘ etwa mit dem Gold und mit den dubiosen Begleitpersonen im Geldtransporter zusammen? Viele fragen sich auch, woher die Gelder und das Gold im Gegenwert von angeblich sogar über einer Milliarde kommen, und wie das wiederum zum Geschäftsfeld passt und ob das damit etwas zu tun hat? Es gibt viele weitere offene Fragen, die sich die österreichische Bevölkerung stellt und auf die sie Antworten verdient – etwa: Warum sitzen Vertreter von fremden Mächten inklusive Millionen Bargeld und Gold in Transportern, die über unsere Straßen rollen? Schnellstmögliche Transparenz und Klarheit ist für alle Beteiligten nun das Gebot der Stunde.

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